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Lage der Kulturschaffenden : Es gibt keine Rücklagen

Ob auch Vereine Soforthilfen bekommen, ist unklar: Die Betreiber des Kulturzentrums Hafen 2 haben über das ganze Jahr Fixkosten, die normalerweise im Sommer eingespielt werden. Bild: Rainer Wohlfahrt

Die Bundesregierung will selbständige Kulturschaffende unterstützen. Was bringt das in der Praxis? Erkundigungen bei Betroffenen.

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          Statt Konzerte zu planen, backt Angela Teistler gerade zu Hause Kekse, um sich abzulenken. Sie betreibt die „Geheimagentur“ in Berlin, bucht Konzerte für Künstler aus dem Bereich Folk, Weltmusik, Singer/Songwriter. Doch im März und im April wurde alles abgesagt. Auch für den Mai erwartet sie dasselbe. Wie lange dieser Zustand danach noch andauern wird, ist unklar. Die Kulturszene, gewachsen über Generationen, ist so bedroht, wie sie es seit dem Krieg nicht mehr war.

          Wie Teistler geht es vielen anderen Kulturschaffenden und Kultureinrichtungen, weswegen es von der Bundesregierung und den Ländern Soforthilfen gibt. Die sollen „in dieser akuten Notlage diejenigen auffangen, denen infolge der Corona-Epidemie die Einnahmen wegbrechen“, heißt es seitens der Bundesregierung. Denn was an kultureller Infrastruktur verlorengehe, lasse sich so schnell nicht wieder aufbauen. Hilfen für Selbständige und Kleinunternehmer stehen auch zur Verfügung für Künstler und Kulturschaffende, die frei arbeiten. Sie sollen eine Zeit von drei Monaten überbrücken. Bis zu neuntausend Euro können Soloselbständige und Kleinstunternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten erhalten. Bei sechs bis zehn Beschäftigten sind es 15.000 Euro. Kredite der KfW sollen zusätzliche Liquidität schaffen, der Zugang zur Grundsicherung wird für Kultur- und Medienschaffende erleichtert. Aber wie sieht das in der Praxis aus? Kann diese Hilfe die freie Kulturszene retten?

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