https://www.faz.net/-gqz-9h0rs

Revolten in Frankreich : Verdammte der Globalisierung

Protest auf der Straße: Die Gilets Jaunes demonstrierten am Wochenende in Paris und auf dem Land. Bild: Olivier Sainthilaire/Laif

Der linke französische Geograph Christophe Guilluy kritisiert die Medien und die politische Elite seines Landes und zeigt auf, wo und warum Menschen Populisten wie Le Pen wählen.

          7 Min.

          Mit zunehmender Distanz zum nächsten Bahnhof steigt die Bereitschaft, Le Pen zu wählen: Mit diesem Befund machte Christophe Guilluy im Wahlkampf Schlagzeilen. Danach hat man ihn wieder vergessen. Auch sein neues Buch „No Society“, das Anfang Oktober in Frankreich erschien, fand zunächst wenig Beachtung. Die linke Zeitung „Libération“ befasste sich unter dem Titel „Kann man mit Christophe Guilluy debattieren?“ mit dem Essay. Die Bedeutung seiner neuen Ansätze und Methoden wurde durchaus anerkannt, aber gleichzeitig veröffentlichte „Libération“ eine Petition von Geographen, die dem Kollegen Guilluy in der Zeitschrift „Metropolitics“ vorwerfen, Ängste zu schüren und der Fremdenfeindlichkeit intellektuelle Munition zu liefern.

          Jürg Altwegg

          Freier Autor im Feuilleton.

          Jetzt allerdings sind die Berührungsängste der Medien gegenüber Guilluy wie weggefegt: Frankreichs Zeitungen reißen sich um den Geographen als Propheten und Theoretiker der „Gilets Jaunes“, deren Aufstand niemand hat kommen sehen: Dies sei „ die Revolte des Frankreichs an den Rändern“, das Guilluy vor zwanzig Jahren entdeckte.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            Sonntagszeitung plus

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Über-60-Jährige konnten sich im Dezember drei Masken gratis aushändigen lassen.

          Zwei Methoden : Wie sich FFP2-Masken wiederverwenden lassen

          FFP2-Masken können korrekt aufgesetzt einen guten Schutz vor einer Infektion mit dem Coronavirus bieten. Günstig sind sie aber nicht. Mit Hilfe von zwei Methoden können Privatpersonen sie mehrmals verwenden.
          Freundinnen: Luisa und Sophie wohnen zusammen in Frankfurt. Beide verdienen Geld mit Pornovideos, die sie selbst aufnehmen.

          Studentin in Geldnot : Pornos drehen für den Master

          Luisa besucht eine Hochschule im Rhein-Main-Gebiet und verkauft Sexvideos, um ihr Studium zu finanzieren. Sie sagt, das fühle sich dreckig an. Doch der Geldmangel habe sie dazu getrieben, und andere Nebenjobs sind ihr zu zeitaufwendig.
          „Das Sterben beenden“: Soldaten vor dem Einsatz im Gesundheitsamt in Dortmund – künftig sollen sie auch in Pflegeheimen zeitlich befristet helfen.

          Bundeswehr im Pflegeheim : Bis jemandem der Kragen platzte

          Warum Soldaten Pflegeheime beim Schutz vor dem Virus unterstützen – und nicht Freiwillige, die nur darauf gewartet hatten, zu helfen. Eine Rekonstruktion.