https://www.faz.net/-gqz-9xai1

CDU-Kandidaten im Vergleich : Das Beste kommt noch

Da waren sie noch ein echtes Team: Armin Laschet und Friedrich Merz am Präsidiumstisch in Nordrhein-Westfalen 2018 Bild: dpa

Die Kandidaten für den CDU-Vorsitz haben erstaunlich viele Gemeinsamkeiten. Was unterscheidet Merz, Laschet und Röttgen? Eine Recherche in ihren Sachbüchern.

          5 Min.

          Es ist natürlich kein reiner Zufall, dass die drei Bewerber um den Parteivorsitz der CDU allesamt männliche Katholiken aus Nordrhein-Westfalen mit Juraexamen sind. Diese vier Eigenschaften sind in der Gesamtheit der möglichen Bewerber, also der Kandidaten für eine Kandidatur, ganz einfach besonders häufig vertreten. Wenn Armin Laschet die Ähnlichkeit der drei Bewerber im ZDF trotzdem einen Zufall nannte, zeigt das nur, wie vertraut das beschriebene Merkmalbündel dem politischen Spitzenpersonal der CDU vorkommt. Offenbar erlebt gerade ein einstmals starkes politisches Milieu sein Comeback, und die Selbstverständlichkeit, mit der dies geschieht, lässt die lange Dominanz Angela Merkels nur umso rätselhafter erscheinen.

          Uwe Ebbinghaus

          Redakteur im Feuilleton.

          Die CDU muss nun sogar aufpassen, dass der Einfluss ihres größten Landesverbands an der Spitze nicht zu deutlich hervorsticht. Denn der von Laschet als Stellvertreter vorgesehene Jens Spahn gehört ihm ebenso an wie der aktuelle Generalsekretär Paul Ziemiak, ein früherer Verbindungsstudent wie Merz und Laschet. Für den Fraktionsvorsitzenden Ralph Brinkhaus gilt fast dasselbe, er ist aber kein Jurist. Diese Zusammenballung kann nun wirklich kein Zufall mehr sein.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            im F.A.Z. Digitalpaket

          : Aktion

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Der Journalist Roland Tichy geht gegen die Gerichtsentscheidung zum Correctiv-Stempel in Berufung.

          Tichys Einblick vs. Correctiv : Streiten mit den Wahrheitsfindern

          Das Haudrauf-Magazin „Tichys Einblick“ hat einen „teils falsch“-Stempel bekommen. Laut Gericht ist das zulässig. Doch die Begründung zeigt, was passiert, wenn aus Furcht vor Fake News und Filterblasen ein Wahrheitsrichter installiert wird.
          „Ich soll innerhalb von einer Stunde Stellung nehmen. Ich habe Besseres zu tun“, schrieb Drosten über die Anfrage der „Bild“

          „Bild“ gegen Drosten : Die versuchte Vernichtung

          Die Kampagne der „Bild“-Zeitung gegen den Virologen Christian Drosten legt vor allem eines offen: Das Desinteresse vieler an den Fakten für eine angemessene Pandemie-Politik.