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Verhandlungen „auf gutem Weg“ : Bund möchte Museum Hamburger Bahnhof zurückkaufen

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Im Oktober 2019 war im Hamburger Bahnhof ein Werk des in Istanbul lebenden Künstlers und Musikers Cevdet Erek zu sehen. Bild: dpa

Die einzige bedeutende Sammlung zeitgenössischer Kunst hat die Staatlichen Museen Berlin verlassen, weil Ausstellungsflächen anderweitig genutzt werden sollten. Jetzt verhandelt der Bund mit dem Besitzer der Hallen.

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          Der Bund verhandelt über einen Rückkauf des Berliner Museums für Gegenwart. „Der Bund strebt den Erwerb des Hamburger Bahnhofs an“, bestätigte ein Sprecher von Kulturstaatsministerin Monika Grütters am Sonntag in Berlin.

          Der Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart ist das größte Haus der Nationalgalerie und zeigt Sammlungen zeitgenössischer Kunst, die zu den weltweit wichtigsten öffentlich gezeigten Sammlungen zählen.

          Die Liegenschaft soll nun durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) aufgekauft werden. Anschließend soll die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, zu der die Staatlichen Museen gehören, den Hamburger Bahnhof anmieten.

          Die Verhandlungen zwischen dem Bund und dem privaten Investor CA Immo, der das gesamte Grundstück unweit des Hauptbahnhofs vor einiger Zeit erworben hatte, „sind auf gutem Weg“, hieß es. Grütters habe bereits mit dem Vorstand von BImA und CA Immo gesprochen.

          Nach dem geplanten Kauf soll der Hamburger Bahnhof saniert werden. Zudem ist ein Erweiterungsbau vorgesehen. „Einen belastbaren Zeit- und Finanzierungsplan gibt es dafür noch nicht“, hieß es.

          Mit dem von CA Immo geplanten Abriss der benachbarten Rieckhallen steht der Hamburger Bahnhof vor dem Verlust der „Flick Collection“. Für die Sammlung des umstrittenen Unternehmers Friedrich Christian Flick gibt es keine Verlängerung des Leihvertrages.

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