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Die gedopte Gesellschaft : „Kokain ist ungesund und lächerlich“

Berlin-Kreuzberg, Görlitzer Park: Polizisten nehmen Drogenhändler in Gewahrsam. Bild: Daniel PIlar

Immer mehr Menschen kiffen und koksen, die Profite der organisierten Kriminalität steigen, die Politik sagt aber: Weiter so! Die Drogengesetzgebung dient einer Ideologie, sagt der Autor Norman Ohler.

          7 Min.

          Herr Ohler, sind unsere Betäubungsmittelgesetze noch zeitgemäß?

          Claudius Seidl
          Redakteur im Feuilleton.

          Nein, sie sind einer freiheitlichen Gesellschaft nicht angemessen. Was die wenigsten wissen: Diese Gesetze entstammen dem Geist der Rassenhygiene, und folgerichtig erlangten sie im nationalsozialistischen Unrechtsstaat zum ersten Mal Relevanz.

          Aber war nicht Kokain schon seit dem Jahr 1926 verboten?

          Es gab das Reichsopiumgesetz von 1920 und dann das etwas strengere von 1930. In beiden wurde auch der Umgang mit Kokain, Cannabis, Heroin geregelt. Es wurde aber während der Weimarer Republik kaum exekutiert. Da hat so gut wie niemand wegen des Konsums dieser Drogen im Gefängnis gesessen.

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