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Bild zu „Black Lives Matter“ : Banksy setzt amerikanische Flagge in Brand

  • Aktualisiert am

Screenshot des Gemäldes von Banksy, das Künstler auf seinem Instagram-Account veröffentlichte. Bild: Reuters

In einem Beitrag in den sozialen Medien äußert sich Banksy zu Rassismus und den Protesten um „Black Lives Matter“. In einem Statement kritisiert er zudem das „weiße System“.

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          Der Streetart- und Graffiti-Künstler Banksy hat sich mit einem neuen Werk in der Debatte um Rassismus und Polizeigewalt in den Vereinigten Staaten zu Wort gemeldet. Auf seinem Instagram-Kanal veröffentlichte er einen Beitrag mit zwei Bildern und einem Statement, mit denen er sich der Initiative „Black lives matter“ (Schwarze Leben zählen) als Reaktion auf den gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd anschloss. Floyd bei einem Polizeieinsatz in den Vereinigten Staaten Ende Mai ums Leben gekommen.

          Auf dem ersten Post, das den Ausschnitt eines größeren Werks darzustellen scheint, ist das schemenhafte Porträt einer Person zu sehen, das neben einer Kerze und einer Blumen an eine Wand gelehnt ist. Auf dem zweiten Bild des Beitrags ist über der gleichen Szene eine amerikanische Flagge zu sehen, die von der Flamme der Kerze in Brand gesteckt wird. Mit der Abfolge der Bildausschnitte scheint Banksy auf die Chronologie der vergangenen Tage anzuspielen. Auf die Trauer um George Floyd und Breonna Taylor, die beide durch Polizeigewalt starben, folgt nun eine Welle des Zorns, die die Vereinigten Staaten nun wie ein Feuer erfassen.

          Auf dem dritten Bild äußert sich der Künstler zu den Vorkommnissen und seinem Umgang damit. In dem Statement heißt es: „Am Anfang dachte ich, ich sollte einfach still sein und zuhören, was schwarze Menschen zu dem Thema sagen haben. Aber warum sollte ich das tun? Es ist nicht ihr Problem. Es ist meins.“ Die Gewalt gegen People of Colour gehe von einem weißen System aus, „das ihre Leben unglücklich macht“. Es sei jedoch nicht ihre Aufgabe dies zu ändern.

          Am Ende seines Statements solidarisiert sich der Künstler indirekt auch mit heftigeren Formen des Protests. „Es ist ein weißes Problem. Und wenn Weiße es nicht ändern, muss jemand die Treppe hinaufkommen und die Tür eintreten.“

          Banksys Identität gibt Rätsel auf. Bekannt ist, dass er aus Bristol stammt und Ende der 90er Jahre nach London kam. Einen Namen machte er sich mit seinen gesellschaftskritischen und meist kontroversen Motiven. Seine Graffiti erscheinen meist überraschend. Erst kürzlich hatte er sich mit einem großen Gemälde in einer Klinik in Southampton bei Helfern in der Corona-Krise bedankt.

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