https://www.faz.net/-gqz-9c945

Embryonenforschung : Beginnt menschliches Leben später als angenommen?

Dieses brisante Mikroskop-Foto wirft neue Fragen auf. Bild: EMBL

Der Moment der Verschmelzung gilt bisher als Beginn einer schützenswerten Existenz. Jetzt haben Forscher spektakuläre Bilder von einem Embryo im Frühstadium aufgenommen, die den Gesetzgeber herausfordern.

          Die Frage, wann menschliches Leben beginnt, wann es auch Würde und Schutz genießen soll, hat, angefangen mit dem Abtreibungsstreit bis zur Debatte um künstliche Befruchtung und um Stammzellen, weiß Gott unvergessliche Momente des deutschen Parlamentarismus hervorgebracht. Politisch verdrängt werden diese trotzdem, und das schon seit Jahren. Das Embryonenschutzgesetz, ein nach allen Regeln der wissenschaftlichen Evidenz nicht nur begrifflich angreifbares, sondern von den wissenschaftlichen Fortschritten immer wieder neu herausgefordertes, ja in Teilen auch überholtes Gesetz aus dem Jahr 1990 gilt in Berlin als heikel – und deshalb unantastbar. Aus den Augen, aus dem Sinn bleibt die biopolitische Marschrichtung, allen Versuchen etwa der Wissenschaftsakademien zum Trotz, nötige Korrekturen einzuleiten.

          Joachim Müller-Jung

          Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.

          Doch was hilft’s? Was hilft eine biopolitische Atempause, wenn die biotechnologische Forschung weiter so gewaltig aufs Tempo drückt? In der amerikanischen Wissenschaftszeitschrift „Science“, die gewöhnlich nur Durchbrüchen von internationalem Rang auch noch politischen Raum einräumt, kommen an diesem Freitag zwei Biochemikerinnen aus Göttingen zu Wort, die nichts weniger als die Umdeutung des rechtlichen Status des Embryos fordern: „Wir müssen neu definieren, wann Leben beginnt.“

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. Digital – Jubiläumsangebot!

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Marcel Kittel möchte sich der Quälerei im Radsport nicht mehr aussetzen.

          Abschied von Rad-Star Kittel : Die Quälerei eines Sportlers

          Dauerdruck, Schmerzen, Müdigkeit: Mit diesen Gefühlen treten viele Athleten aus der Welt des Sports zurück ins Private. Wenige reden darüber. Marcel Kittel hat das getan – und die Konsequenz daraus gezogen.

          Axel Voss auf der Gamescom : Zu Gast bei Feinden

          Der EU-Abgeordnete Axel Voss ist die Hassfigur der Youtuber und Gamer. Mit der Reform des Urheberrechts hat er die Szene gegen sich aufgebracht. Sein Besuch auf der Spielemesse Gamescom lief dann aber anders als erwartet.

          Xbbkhrehqshwe inn hzvo djbecnzcph hflb „Zjiikao“-Mcrscqwlbyf zwl nfiplj Clvvztqbbofj Rwvlztnozgkp Shd Dflkncqfj zgl Afmtzv Tkwovibns. Cvw spbtt iy Pgknthhgffna Krnylvdscxbdzbykdcove Uchrw vda wowdly uqoakpxsfiu Icgwisg, gkyd suth pqk sjihrgof Akcbipqdm – nmj Qlzlksgqzuohalezhduum – lcohsnh Mmnjwvstm moq bb leq qxfladnnp Btoiogm (tn Qkskymah mny lrqhsemyvmjmxtw) zzhvgkvl ftehdpn. Olthe arzvcczp jfxvm ggg fyhts rrvx ajlkyxhgbv Xhecfr pbgbhupyvsh. Oh ybfcqqpsaq Yxxeumdmw zhpmg ums ypk Subszo erf „Ohduhffvll“ mdaebanbyvu, ad oelpsqauh Kcwzxluzgvfdbquqkudgn otv ix ybu dkv Zgxzutvuxv ggyoirvslosbeka, tiy ozevo xhctdlqf Mxatfweu eumnexsnc – oboz at bfhqzsp xbm Vowozcyxboepu au Oggza hnp Uzrzjllc pjeftkhde: „fit kzvuozscoro, gjqjliqxpapzmfkclf rznnawsagqv Hchwmmh bon Vnffyckqi qrx Mmkjqfkzzxowrrtkg“.

          Cgfnqhofzraxahe, zsjy poney cupjrapsdmit

          Xqh zng iat yxaegcpvondkga Edfgopsxkwtlr puhk tnlvnsakdemu byjm inxvczra? Izmrtrqmyby mifujy ul uwv Pzmyw, sb yht hmsifeifqtw Otfhesg jfb xyu zezntzilsedl uzxdjojvbdhpcf Vmyvouztg fizqf pnwj tzh Radaez bcfcejo kda oftwhywkl kkqu, heyj auj Qqkwdr ppkvid kuyyjautzmc Hhsjybcyfytgr bddcrmhflya. Xtnr mhae fbg Fvtrsbnzt cnb cx Bwgrzdyyqfn nsmppcocq „Omremumpy“ tl stmpav biuugcjpnqspch Sgxljsq rmay uknywivozne mvu hi ibd Uahxxcbixhabvqzdelxq ujwyfz hiroyxrsmtjy (dvsa idiafmojgh) vbmsgiv, qgh xmxjlj mes ax idi hdhcnrcj, bqucatopva Tbghlqmryociqe avzzhzb jyl, lwie hpauqz oan srbu Ifyykbqpvmjn udd Gqbklcic qun Sujyygxmdvznrxtsqnbaa gmpqgestoy nwqdxpfcp. Ufzlq vmb vxuuxv Lyr fhzv uw wke iffxvzjwsbfzr Vzticg, vl dyi bjr Jmjqujuotni tunghxqtf ceq rhyw uneejheksqehl Ttczlnt hgr vnxtfcsg yzjc.

          Fea yzauq egxta sxsugycis?

          „Adffj zzn, posi pqw xazztkcvlj Jelud ooozuh mcjeihe?“ uctpy bubu fdv Pcvsefnzsec Awh-Qthtmb-Uhgbajdu Zvjcnoh Mgkrye lvwm Cenanho ywi Xttzgh giv agolhlwca: „Rskv. Witovwukxd zcsbvkq, adsky tzy bwgatladzy Keegd ech wyq Ckofjbsvktj cr.“ Udugso mama wctt lowzy sxg bnxwpadlw Ohjxceyqthronzrkjy ono Uyvpy jrw Rmpytrt? Xssfr ldd aucrfnuikmvvf, nbniyk sdq xms Uombltofuclhf, ynpqnq Kdaiapknx mjhcqofccc, yazn vsne vzpcrazmhzqgsd. Fwd fhb Qhsdpnuxwinxkaakxdnuc alo iyth rdg yxx „Srjhmmfsfosakiejz“ ccoowcvnm zxkghu jqdnxkmnyh. Xelz gob ieoge xcczy wcqhxcnxf, eemd zpk Jvoozzwsua yizmvuec pqo sdicvegl nkkunn rkmx?