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BDS-Bewegung : Wegbereiter des Judenhasses

Protest: BDS-Demonstranten versammeln sich im Mai vor dem Deutschen Vertretungsbüro in Ramallah. Bild: AFP

Die Boykott-Bewegung BDS sagt, sie kritisiere Israel. Doch in Wahrheit liefert sie die israelischen Juden einem Umfeld aus, das sie vernichten will.

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          Die Debatte über die Israel-Boykott-Bewegung BDS geht seltsame Wege. Es scheint, als habe die Bundestags-Resolution, die den BDS als antisemitisch verurteilt, die Lager nur weiter gespalten. Neues Öl hat jetzt ein Artikel des „Spiegel“ ins Feuer gegossen, der zwei israelfreundliche Organisationen verdächtigt, Bundestags-Abgeordnete nach dem Masterplan Benjamin Netanjahus unter Druck zu setzen.

          Thomas Thiel

          Redakteur im Feuilleton.

          Die Spaltung setzt sich in der Wissenschaft fort. So plädierten sechzehn deutsche Nahostwissenschaftler um Gudrun Schäfer in der „Zeit“ für eine differenzierte Sicht auf den BDS. In ähnliche Richtung ging der Solidaritätsaufruf von mehr als dreihundert Wissenschaftlern für Peter Schäfer, der als Direktor des Jüdischen Museums zurücktrat, nachdem ihm unter anderem vorgeworfen worden war, aus dem Museum ein Forum für BDS-Sympathisanten gemacht zu haben. Zu den Unterzeichnern gehörten auch israelische und jüdische Wissenschaftler, was manche als unmissverständliches Zeichen werteten.

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