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Viele Unfälle : Ein Aufruf an alle Autofahrer im Land

  • -Aktualisiert am

Wachsende Ansprüche verbunden, denen die Städte, in denen sich vor jeder Ampel die Radfahre stauen, gar nicht so schnell nachkommen können (oder wollen). Bild: dpa

Ungleicher Kampf in unserer schönen neuen Mobilitätsgesellschaft: Die 100.000 verletzten Radfahrer pro Jahr sind skandalös. Könnte das nicht Anlass sein, den schwächeren Verkehrsteilnehmern ab und zu den Vortritt zu lassen?

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          Wenn du nicht sowieso gleich tot bist, dann denkst du vielleicht noch: Jetzt ist es passiert, jetzt ist alles vorbei. Der Wucht, die eine Tonne Blech dir zumutet, kannst du nichts entgegensetzen. Der Aufprall kommt dir irrsinnig laut vor, und trotzdem fühlst du, während dir der Schreck in die Glieder fährt, eine merkwürdige Taubheit. Du fliegst gleich weiter auf die Windschutzscheibe, die klirrend zu Bruch geht. Der Gegner war so schnell, dass du noch aufs Dach katapultiert wirst. Von dort fällst du schließlich zu Boden und bleibst liegen. Auf eine dröhnende und doch seltsam gedämpfte Weise tut dir alles weh. Der Fahrer des ordentlich demolierten Autos beugt sich über dich, du bemerkst seine ehrliche Bestürzung. Dann kümmert sich die Polizei um ihn.

          Edo Reents

          Redakteur im Feuilleton.

          Ein Unfall. Wer als Fahrradfahrer je so wie wir frontal auf die Haube genommen wurde – das Auto mit, sagen wir vorsichtig, vierzig Kilometern in der Stunde, plus die vielleicht fünfundzwanzig des Rads, macht also fünfundsechzig Aufprallgeschwindigkeit – und das überlebt hat, der wird es nie vergessen. Schon das Passieren längs parkender Autos wird zur Zitterpartie: Sitzt da vielleicht doch jemand drin und macht gleich die Tür auf? Vor Jahren erlag ein als topfit beschriebener Endsiebziger, der in eine Autotür gefahren war, seinen Verletzungen. Der Fall wurde nur deshalb breiter bekannt, weil es sich bei ihm um einen wichtigen Wissenschaftler handelte.

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