Armenische Baudenkmäler :
Krieg gegen das kulturelle Erbe

Von Ulrich Bock
Lesezeit: 6 Min.
Über dem Grab des Heiligen Dad, eines Schüler des Apostels Judas Thaddäus, errichtet: Kloster Dadivank
Vergessene Schätze: Im Konflikt um die Region Nagornyj-Karabach sind armenische Baudenkmäler in großer Gefahr. Ihre endgültige Zerstörung wäre ein unersetzlicher Verlust.

Die Bilder verbreiteten sich im Netz und erreichten die Weltöffentlichkeit: Bilder von der durch aserbaidschanische Drohnenangriffe schwer beschädigten Kathedrale von Schuschi, von der benachbarten Kirche Johannis des Täufers, in Armenien aufgrund ihrer grünen Kuppel als Kanatsch Scham (Grüne Kirche) bekannt, nun ihrer beiden markanten Glockentürme beraubt, die aserbaidschanische Soldaten sprengten. Diese ließen sich andernorts, etwa in Kubatli, stolz als Zerstörer christlich-armenischer Kulturdenkmäler feiern und filmen. Ihre Siegesposen, begleitet von lauten „Allahu Akbar“-Rufen kursierten im Internet.

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