Zwei Männer auf der Abschussliste
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Der russische Journalist Arkadi Babtschenko bei einer Pressekonferenz in Kiew Bild: dpa
Der eine wurde zum Schein ermordet, der andere sieht sich in Lebensgefahr: Begegnungen mit den kremlkritischen russischen Journalisten Arkadi Babtschenko und Ayder Muschdabajew.
In seinem alten Leben konnte Ayder Muschdabajew einfach aus seiner Wohnung in Kiew auf die Straße gehen, sich mit Freunden treffen. Seit dem Fall Babtschenko ist der Journalist und Kreml-Kritiker in Kiew an seine Wohnung und sein Büro gefesselt. Und an Männer in Jeans mit breiten Oberarmen, die Personenschützer der Kiewer Polizei. Sie geben ihm jetzt seinen Lebensrhythmus vor.
Der 46 Jahre alte Muschdabajew, der in jedem Action-Film den Draufgänger spielen könnte, ist ein enger Freund von Arkadi Babtschenko, jenem russischen Journalisten und Regimekritiker, dessen Tod die ukrainischen Behörden vorigen Monat vortäuschten. Weil es, wie sie behaupten, einen Mordauftrag gegen Babtschenko gab, weil sie durch die Inszenierung des Mordes den Hintermännern auf die Spur kommen und weitere Opfer vermeiden wollten. So lautet zumindest die offizielle Version.
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