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Archäologie und Krankheit : Warum ging das alte Reich unter?

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König Sargon von Akkad (2234 v. Chr. bis 2279 v. Chr.) begründete ein großes Reich in Mesopotamien. Warum ging es unter? Bild: Picture Alliance

Spur der Pest: Was die Knochen in einer griechischen Höhle verraten.

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          Die Höhle von Hagios Charalambos in der Nähe der kretischen Stadt Malia wurde seit der Jungsteinzeit und bis zur mi­­­no­i­schen Kultur als Aufbewahrungsort für menschliche Gebeine genutzt, die zu­vor andernorts bestattet worden waren. Die klimatischen Bedingungen dort sind für die Konservierung der Knochen ausgesprochen günstig, so dass sich in vielen Fällen Reste des jeweiligen Genoms nachweisen lassen.

          Ein internationales Forscherteam um Gunnar U. Neumann vom Max Planck Institut für Evolutionäre An­thro­po­lo­gie in Leipzig hat nun 68 Zähne aus der Höhle untersucht, von denen zehn auf den Zeitraum zwischen 2290 und 1909 vor Christus datiert werden konnten – sie stammen von mindestens 32 Personen.

          In der aktuellen Ausgabe von „Current Biology“ berichten die Forscher, dass sie in einigen der Zähne Spuren des Pesterregers Yersinia pestis und des Bakteriums Salmonella enterica fanden. Sie re­gen an, die sozialen und politischen Veränderungen im östlichen Mittelmeerraum dieser Zeit, etwa den Niedergang des Alten Reiches der Ägypter und des Reiches von Akkad, auch im Zusammenhang mit den hier nachgewiesenen Krankheitserregern zu sehen.

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