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Judenhass in Syrien : Israel als terroristisches Gebilde

  • -Aktualisiert am

Diese Attrape eines Soldaten steht an einem alten Außenposten der von Israel kontrollierten Golanhöhen. Das Schild im Vordergrund weist den Weg in die syrische Hauptstadt Damaskus. Bild: dpa

Antisemitismus ist in Syrien Staatsdoktrin. Wie sehr haben junge Flüchtlinge die Feindschaft gegen Israel und Juden verinnerlicht?

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          Die Debatte über antijüdische Einstellungen unter muslimischen Flüchtlingen stützt sich noch immer auf wenige empirische Daten. In seiner Ende Dezember veröffentlichten Studie, für die er mit Geflüchteten aus Syrien und dem Irak sprach, geht der Soziologe Günther Jikeli, der hauptsächlich syrische Gesprächspartner zitiert, davon aus, dass „antisemitische Propaganda und Hetze gegen Israel“ jahrzehntelang vom syrischen Baath-Regime verbreitet wurden. Dies gilt zwar generell als unstrittig, umfassend untersucht wurde das Juden- und Israel-Bild des 1946 gegründeten syrischen Staats allerdings bis heute nicht.

          Jikeli führt hier, ohne ins Detail zu gehen, mehrere einschlägige Studien zu syrischen Schulbüchern an und behauptet, sie würden „bis heute antizionistische, antisemitische und antiamerikanische Hetze“ enthalten. Die meisten dieser Untersuchungen sind jedoch schon mehr als ein Jahrzehnt alt und können somit allenfalls Hinweise darauf geben, welche Spuren die staatliche antijüdische Indoktrinierung bei der damaligen Schülergeneration hinterlassen hat.

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