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Marina Weisband im Gespräch : „Israel ist für mich eine wertvolle Option, die mir immer offensteht“

  • -Aktualisiert am

Will Vorurteile mit Nahbarkeit und Offenheit bekämpfen: Marina Weisband Bild: Victoria Jung

„Der deutsche Umgang mit Antisemitismus ist oft seltsam“, sagt Marina Weisband. Die meisten Leute hielten ihn für verabscheuungswürdig, würden aber bei Problemen trotzdem nicht helfen. Ein Interview.

          12 Min.

          Was ist das Judentum eigentlich? Sind Juden rassistisch? Sind Juden weiß? Solche Fragen von Twitter-Nutzern beantworten Marina Weisband und Eliyah Havemann in ihrem Buch „Frag uns doch! Eine Jüdin und ein Jude erzählen aus ihrem Leben“, das nun erscheint. Weisband wurde 2011 bekannt als politische Geschäftsführerin der damals aufstrebenden Piratenpartei. Heute engagiert sich die Diplom-Psychologin, die in der Ukraine geboren wurde und Anfang der Neunziger nach Deutschland kam, bei den Grünen und arbeitet hauptberuflich für das Schülerbeteiligungsprojekt Aula. Ihr Ko-Autor Eliyah Havemann, Sohn von Wolf Biermann und Sibylle Havemann, ist zum Judentum konvertiert und lebt als modern orthodoxer Jude mit seiner Familie in Tel Aviv.

          Rainer Schmidt
          Verantwortlicher Redakteur Frankfurter Allgemeine Quarterly.

          Frankfurter Allgemeine Quarterly: Sie bezeichnen sich als gläubige, aber nicht religiöse Jüdin. Was meinen Sie damit?

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