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BDS-Debatte : Dialog mit einer Maus

Aufruf zum Israel-Boykott in Bethlehem Bild: AFP

Die Debatte um die Israel-Boykottbewegung BDS ist geprägt von Verharmlosungen. Dabei lässt die Bewegung an ihrem Ziel keinen Zweifel: Es ist die Zerstörung des Staates Israel.

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          Seit Gründung des Staates Israel sind, wie der Politikwissenschaftler Stephan Grigat schreibt, fast alle Juden aus arabischen Ländern geflohen. Iran hätten neunzig Prozent der Juden seit Chomeinis Machtübernahme verlassen. Im Irak hätten einmal 135 000 und in Ägypten 75 000 Juden gelebt, heute seien es jeweils weniger als zwanzig. In Algerien und Libyen gebe es gar keine Juden mehr, in Syrien seien es noch fünfzehn – von ursprünglich dreißigtausend. Sie seien geflohen vor Anfeindungen, Sanktionen, der Beschlagnahmung ihres Vermögens, dem erstarkenden Anti-Zionismus oder hätten in Israel einfach eine neue Heimat gesucht.

          Thomas Thiel

          Redakteur im Feuilleton.

          In Europa ist die Zahl antisemitischer Straftaten enorm gestiegen. Juden können sich nicht mehr gefahrlos mit Kippa auf die Straße wagen. Rechtsextremistische Anschläge wie in Halle verdeutlichen die akute Gefahr. Man kann sich vorstellen, welche Bedeutung der Staat Israel in dieser Situation als Schutzraum hat, und tatsächlich haben viele europäische Juden ihre Heimat Richtung Israel verlassen.

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