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Seit hundert Tagen in Haft : Deniz Yücels Anklage lässt auf sich warten

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Der Türkei-Korrespondent der Zeitung „Welt“, Deniz Yücel, hat sowohl die deutsche als auch die türkische Staatsbürgerschaft. Bild: dpa

„Erst Knast, dann Prozess“: Seit hundert Tagen sitzt Deniz Yücel in der Türkei im Gefängnis – ohne Anklage. In der Zeitung schildern der Korrespondent der „Welt“ und seine Frau die Situation.

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          Zu seinem 100. Hafttag in der Türkei hat der deutsch-türkische Journalist Deniz Yücel an diesem Mittwoch in der „Welt“ von seinen Haftbedingungen berichtet. „Nicht nur mir geht es so, in fast allen politischen Verfahren gilt das Prinzip: erst Knast, dann Prozess“, schreibt der „Welt“-Korrespondent. Jeder Kritiker werde in der Türkei zuerst in Untersuchungshaft gesteckt, dann die Anklageschrift hinausgezögert. „Ich muss also davon ausgehen, dass aus dem Urlaub... in diesem Sommer nichts wird“, fügt er hinzu.

          Den Text hatte der 43 Jahre alte Journalist seinen Anwälten im Gefängnis diktiert. Besuch erhält er regelmäßig von seiner Ehefrau Dilek Mayatürk Yücel, die er in Haft geheiratet hatte. Auch sie berichtet in einem separaten Beitrag an diesem Mittwoch in der „Welt“ und anderen Medien über die Situation.

          Yücel hat einen deutschen und türkischen Pass. Er sitzt seit Ende Februar in der Türkei in Haft. Ihm wird unter anderem Volksverhetzung sowie Terrorpropaganda für die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK vorgeworfen.

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