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Til Schweigers Firma verklagt : Die Abrechnung

Bei der Verleihung des Bayerischen Filmpreises: Anika Decker und Til Schweiger. Bild: Picture-Alliance

Die Drehbuchautorin Anika Decker verklagt die Produktionsfirma von Til Schweiger und Warner Bros. Es geht nicht nur um Geld, es geht vor allem um Transparenz und angemessene Beteiligung – mit dem Risiko, dass Decker in der Branche auf eine Schwarze Liste kommt.

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          „Meet your Master – Lerne von den besten“ heißt eine von dem Schauspieler Heiner Lauterbach und seiner Frau Viktoria ins Leben gerufene Online-Lernplattform, auf der Stars ihren Zuschauerinnen und Zuschauern erklären, wie sie zum Star geworden sind. Der Filmproduzent Nico Hofmann gibt in Videos, die man für knapp hundert Euro kaufen kann, Auskunft über den Filmproduzentenberuf, der Tenor Jonas Kaufmann spricht über das Singen, Sternekoch Alfons Schuhbeck übers Kochen, Bestsellerautor Sebastian Fitzek über das Schreiben. Und Til Schweiger sitzt in einem leeren Kino auf einem der roten Sessel und sagt: „Um einen Film zu machen, braucht man Geld. Aber in erster Linie braucht man ein gutes Drehbuch. Denn wenn man ein gutes Drehbuch hat, kann man einigermaßen sicher sein, dass das Geld auch kommt.“

          Julia Encke

          Verantwortliche Redakteurin für das Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Schweiger, der Schauspieler, Drehbuchautor, Regisseur und Produzent, heißt es bei „Meet your Master“, gelte als einer der wenigen Blockbuster-Pioniere Deutschlands und verrate in seinem Videokurs, wie man komplette Kinosäle zum Lachen bringe, „wie die Filmbranche aktuell tickt“, wie man mit Kritik umgehen solle. Er gewähre Einblicke in sein Leben. Und wenn man sich die 21 Kapitel herunterlädt, in denen er in insgesamt 282 Minuten über das Filmemachen spricht, ist es interessant zu sehen, dass er dabei immer wieder auf die Wichtigkeit des Drehbuchs zurückkommt.

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