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Merkel und Adichie : „In diesem Sinne bin ich Feministin“

Angela Merkel und Chimamanda Ngozi Adichie im Schauspielhaus Düsseldorf Bild: Getty

Man kann die Gegenwart auch versäumen: Angela Merkel und die Schriftstellerin Chimamanda Ngozi Adichie sind sich in Düsseldorf begegnet und haben sich gegenseitig überrascht.

          3 Min.

          Stimmengewirr. Wer wartet auf die Kanzlerin und wer auf Chimamanda Ngozi Adichie, die extra aus Lagos angereist ist? Wer weiß, was sie sich überhaupt zu sagen haben? Draußen in der Sonne vor dem noch neu und weiß leuchtenden Düsseldorfer Schauspielhaus, dort, wo die Limousinen stehen, erklärt ein Polizist einer Gruppe Jungs, dass Frau Merkel da drinnen eine Schriftstellerin ehrt, oder umgekehrt, und sie sich deshalb benehmen müssen.

          Elena Witzeck
          Redakteurin im Feuilleton.

          Auf der Bühne sitzen die beiden jetzt mit Abstand in Ledersesseln. Links fürs Publikum die Regierungschefin, die von Räumen des Rückzugs spricht und ernst von Gemeinsinn. Einen blauen Blazer trägt sie und hält das Mikro akkurat vor der Brust. Die andere, die einflussreiche Schriftstellerin in besticktem Kleid und roten Schuhen, mahnt sich selbst zu innerer Ruhe und zeigt doch, wie sehr sie das alles berührt. Gerade noch haben sich beide mit ihren Masken im gleichen Rhythmus Luft zugewedelt. Erste Frage: Was wird nur aus Europa, wenn die Kanzlerin weg ist?

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