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Fitnesstracker von Amazon : Das vermessene Selbst

  • -Aktualisiert am

Aus einem Werbevideo für Amazons Gesundheitsdienst „Halo“. Bild: Amazon

Amazon kennt unsere Konsumvorlieben, Alexa ist längst bei uns eingezogen. Nun soll der neue Fitnesstracker Halo sich auch um Gesundheit und psychosoziales Wohlbefinden der Nutzer kümmern.

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          Die Konzerne Apple, Google und andere haben schon vor Corona die Art und Weise verändert, wie wir kommunizieren und konsumieren, studieren und arbeiten, Filme ansehen – wie wir leben. Doch in Zeiten allgemeiner Kontaktlosigkeit werden die Plattformen immer mehr zu kritischen Infrastrukturen, die alltägliche Abläufe aufrechterhalten oder sogar ermöglichen. Ihre Dienste basierten stets auf der Logistik sozialer Distanzierung, sie ließen uns das Ferne ganz nah erscheinen oder in Echtzeit „teleagieren“, wie es Paul Virilio einmal nannte. Und heute sind genau solche Services und Tools weniger begehrt als unerlässlich.

          Anschaulich wird diese Attraktivität beziehungsweise Notwendigkeit digitaler Simulakren vor allem an der Börse. Denn mit den Infektionszahlen stiegen auch die Aktienkurse in unerhörte Höhen. Apple hat den Wert von zwei Billionen erreicht, Alphabets Aktie hat sich um 25 Prozent, Amazons sogar um fast 70 Prozent verteuert.

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