https://www.faz.net/-gqz-9ogt0

Interview mit Jane Goodall : „Es gibt noch Hoffnung für den Planeten"

Affenliebe: Jane Goodall mit einem Schimpansen in einer Auffangstation bei Nairobi Bild: Sueddeutsche Zeitung Photo

Die Affenforscherin Jane Goodall ist 85 Jahre alt und reist trotzdem an 300 Tagen im Jahr um die Welt, um Menschen für den Umweltschutz zu gewinnen. Ein Gespräch über „Fridays for Future", den menschlichen Verstand und die Macht des Einzelnen.

          4 Min.

          Frau Goodall, Sie sind im April 85 Jahre alt geworden und blicken auf ein bemerkenswertes Leben zurück: In den sechziger Jahren haben Sie als Primatenforscherin in Tansania bahnbrechende Erkenntnisse über das Verhalten wilder Schimpansen gewonnen, in den Siebzigern ein Forschungs- und Naturschutzinstitut gegründet. Seit Mitte der Achtziger reisen Sie als Aktivistin um die Welt, dreihundert Tage pro Jahr, dabei könnten Sie längst im Ruhestand leben. Was treibt Sie an?

          Ursula Scheer

          Redakteurin im Feuilleton.

          Wir zerstören unseren Planeten, und wir zerstören ihn sehr schnell. Aber ich bin davon überzeugt, dass es noch Hoffnung gibt und uns ein Zeitfenster offensteht, in dem wir die Erde retten können – wenn wir zusammenkommen, unseren großartigen menschlichen Intellekt benutzen und die großen Probleme gemeinsam angehen. Deshalb reise ich so viel: um Menschen zusammenzubringen und davon zu überzeugen, dass es auf jeden Einzelnen ankommt. Ich muss es tun, denn meine Zeit läuft ab.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            Sonntagszeitung plus

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Rostock hat die geringste Corona-Inzidenz unter den Großstädten in der Bundesrepublik, nur 45 wöchentliche Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner.

          Lichtblick im Norden : Wie Rostock erfolgreich Corona bekämpft

          Rostock verzeichnet seit dem Frühjahr so wenige Corona-Fälle wie keine andere Großstadt in Deutschland. Bürgermeister Claus Madsen erklärt, wie er das mit seiner Verwaltung macht.
          Fertigungsstrecke von Geely in der chinesischen 6-Millionen-Einwohner-Metropole Ningbo.

          Autos aus Fernost : Chinas Einheitsfront gegen VW und Tesla

          Wie von Peking gewünscht, knüpft Milliardär Li Shufu ein Netzwerk mit chinesischen Technologiegiganten, um das Auto der Zukunft zu bauen. Auch Daimler darf helfen beim Projekt Welteroberung.
          Wohl dem, der zu Hause ein sonniges grünes Plätzchen hat. Eine Horizonterweiterung kann, mit dem richtigen Buch, auch dort stattfinden.

          Zukunft des Tourismus : Über Leben ohne Reisen

          Was passiert mit uns, wenn wir nicht reisen? Die Zukunftsforscher Horst Opaschowski und Matthias Horx über Langeweile, Horizonterweiterung und die Frage, wie unser Urlaub nach der Pandemie aussehen wird.