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Luxusbauten in New York : Ästhetische Abschottung

  • -Aktualisiert am

Das 432 Park Avenue Luxury Building lässt die Rockefellers dieser Welt wie Höhlenbewohner aussehen. Bild: Picture-Alliance

Ein Penthouse für 239 Millionen Dollar: Die Wohlhabendsten schauen von immer größeren Höhen auf das Stadtvolk hinab. New York baut jetzt superdünn.

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          Das Haus ist hoch, elfenbeinweiß und schmal. Hier und da noch von Bauplanen und Gerüsten umkleidet, ist es schmucklos und glatt. Ganz oben im 79. Stock befindet sich das mehrstöckige Penthouse, das sich vom Rest des Hauses durch ungewöhnlich großzügige Fensterfronten unterscheidet. 220 Central Park South, an der Südwestecke des Parks, wurde im Januar von dem bis dato eher unbekannt dahinlebenden Hedgefonds-Milliardär Kenneth C. Griffin für 239 Millionen Dollar erworben. Es ist die teuerste Immobilie der Vereinigten Staaten. Das Gebäude ist noch im Bau und hat ein älteres, niedrigeres ersetzt, aus dem sämtliche Mieter – Mittelklasse, normales Einkommen – zwangsgeräumt wurden.

          In der Öffentlichkeit trat das Bauvorhaben einen Entrüstungssturm los: Ungeheuerlich, empörend, sozial verantwortungslos wurde es genannt, mindestens so dekadent wie Paul Manaforts pinke Seidenkrawatten oder die goldenen Badewannen, mit denen sich Hollywoodstars oder Limburger Bischöfe den Alltag versüßen. Aber was ist so ungewöhnlich an dem Penthouse? Warum empört dieser Kauf mehr als andere Rekordtransaktionen im Edelimmobilienmarkt?

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