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200 Jahre Marx : War Japan jemals asiatisch?

Hätte in Japan vor einer sozialistischen erst einmal eine bürgerliche Revolution stattfinden müssen? Kaiserliches Stahlwerk aus der Zeit der Meiji-Restauration, Yawata, April 1900 Bild: Picture-Alliance

Im Westen verstand man unter „Marxismus“ oft einen Weg aus der Moderne, im Osten einen hinein und hindurch. Beides findet sich in den Urtexten.

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          Hätte der berühmteste Kritiker des ungleichzeitig entwickelten Weltmarkts sich bestätigt gefühlt, wenn zu seiner Kenntnis gelangt wäre, dass an diesem Weltmarkt heute unter anderem eine Nation teilnimmt, die gerade einerseits einen Schaden im Wert von fast 350 Millionen Dollar verkraften muss, den global aktive Hacker ihrer Kryptowährungsbörse CoinCheck beschert haben, und andererseits auf eigenem Hoheitsgebiet ein Gesetz beherzigt, das verlangt, alle staatlichen Gebäude mit weniger als drei Stockwerken müssten nach Ahnenart mindestens teilweise aus Holz gezimmert sein?

          Dietmar Dath

          Redakteur im Feuilleton.

          Japan ist nicht nur aus marxistischer Sicht kompliziert. Man kann sich’s einfach machen und das Ineinander von lokalem Holz und globalem Digitalgeld auf die Formel zusammenhauen, die Marx im „Achtzehnten Brumaire“ prägt, wo er sagt, es sei kurios mit den Menschen: Eben damit beschäftigt, „sich und die Dinge umzuwälzen, noch nicht Dagewesenes zu schaffen, beschwören sie ängstlich die Geister der Vergangenheit.“ So ähnlich sieht’s im Fall Japan ja der bekannte Völkerkundler und Freihandelszweifler Donald Trump, der neulich erklärte, die Japaner seien nach wie vor „ein Volk von Samuraikriegern“.

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