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Koranlektüre im Halbdunkel einer palästinensischen Moschee

Debatte um den „West-östlichen Divan“ : Goethe war Araber

Goethes „West-östlicher Divan“ ist antisarrazinisch, weil dies kein Buch der Spaltung ist, sondern ein Großwerk des Dialogs. Im Einfühlungsvermögen in die islamische Kultur ist Goethe ein Gigant. Ein Beitrag des Schriftstellers Thomas Lehr zur „Divan“-Debatte.
Berlin-Kreuzberg ist heute ein Problemviertel - Schuld hat die Politik

Integration in Berlin : Der Zug fährt ab

Wenn inzwischen sogar Migranten aus Migrantenvierteln wegziehen, ist Integration vielleicht gar kein ethnisches Problem, sondern ein soziales. Eine Bestandsaufnahme in Berlin-Kreuzberg.

Spreewälder Hirsemühle : Gesinnungstest

Grotesker Boykott mit Irrwegen: Weil der Inhaber der „Spreewälder Hirsemühle“ Mitglied der AfD ist, listen namhafte Bioläden dessen Produkte aus. Empörung über die eigene Doppelmoral bleibt dagegen aus.

Dortmunder Museen : Es kostet Sie nichts

Führt der Verzicht auf Eintrittsgelder im Museum zu einem dauerhaften Anstieg der Besucherzahlen? Dortmund macht die Probe.

Tellkamps Werk und Wirken : Märchenerzähler

Es soll sich offenbar um Satire handeln: Anhand von Uwe Tellkamps neuer Erzählung lässt sich die Trennung von Werk und törichten Aussagen aufs Neue erproben.

Deutscher Buchpreis : Buchverhinderer

Was für Bücher soll der Deutsche Buchpreis prämieren? Nur die gut verkäuflichen? Darum bemüht sich zumindest eine Buchhändlerin, die in der Jury sitzt.

Literatur-Auszeichnungen : Ein politisch korrekter Nobelpreis?

Gleich zwei Nobelpreise für Literatur vergibt die Schwedische Akademie in diesem Jahr. Das hat Folgen: Die geographische und ethnische Verteilung wird jeweils argwöhnischer Prüfung unterworfen sein.
Aufsteigerin aus einem fremden Kulturkreis

Demographischer Wandel : Seehofers Stimmungspolitik

Deutschland wird ohne qualifizierte Einwanderung erodieren. Vielleicht weiß das auch Horst Seehofer. Wenn er nun aber behauptet, Deutschland benötige keine Zuwanderung aus anderen Kulturkreisen, führt er die Bürger in eine gefährliche Irre. Ein Kommentar von Frank Schirrmacher.

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  • Buchvorstellung in Potsdam : Heimspiel für Sarrazin

    Thilo Sarrazin eröffnet am Donnerstagabend in Potsdam die Lesereihe zu seinem umstrittenen Buch „Deutschland schafft sich ab“ - und sorgt gleich wieder für Schlagzeilen: Während der Veranstaltung bestätigt er, dass er sich aus dem Vorstand der Bundesbank zurückziehen wird.
  • Wurde vom Bundesrat als Vorstand vorgeschlagen: Thilo Sarrazin

    Der Fall Sarrazin : Eine Chance für den Bundesbank-Vorstand

    Die Affäre um Thilo Sarrazin wirft ein ungutes Licht auf das Verfahren, mit dem Vorstände der Deutschen Bundesbank berufen werden. Bislang dürfen abwechselnd die Bundesregierung und die Länder die Kandidaten bestimmen. Ist das noch zeitgemäß? Eine Analyse von Stefan Ruhkamp.
  • Gabriel in der Moschee: „Noch ungeklärte Aufgaben” im Miteinander zwischen Deutschen und Migranten

    SPD : Schmerzvoller Abschied vom Multikulti

    Lange hat die SPD vernachlässigt, wie viele Probleme durch Einwanderung entstanden sind. Jetzt wollte sie sich dem stellen. Aber nun zieht die Causa Sarrazin alle Aufmerksamkeit auf sich und zeigt, dass die Integrationspolitik der SPD nicht mehr mit der Wirklichkeit ihrer Mitglieder korrespondiert.
  • Der Fall Sarrazin : Bundesbank unter Feuer

    Nicht Inflation hat der Deutschen Bundesbank die schwerste Krise ihrer Geschichte beschert, sondern die Vorgänge um Vorstand Thilo Sarrazin. Die Notenbank ist ihm immer fremd geblieben. Dem Apparat der Bundesbank begegnet er bisweilen mit Verachtung.
  • Die Katstrophe des Denkens in Gruppenzugehörigkeiten: Trauerfeier für die von einem Russlanddeutschen in Dresden ermordete Ägypterin

    Integrations-Debatte : Einwachsen statt auswachsen

    Abstammung ist kein Schicksal: Entscheidend für die Integration von Einwanderern ist die Befreiung von autoritären Prägungen. Der liberale Staat darf die Vaterrolle nicht ablehnen, meint die Integrationsforscherin Lena Kornyeyeva.
  • Auf fast verlorenem Posten: Die Lehrerin Betül Durmaz

    Gelebte Integration : Sie würde niemals ein Kopftuch tragen

    Ihr Dasein als Lehrerin erschöpfe sich zu 80 Prozent in Sozialarbeit, sagt sie: Betül Durmaz unterrichtet an der Malteser-Förderschule in Gelsenkirchen. Das Erste zeigt einen beeindruckenden Film über ihren Kampf gegen Parallelgesellschaften.
  • Typisch - für eine bestimmte Art von Sozialdemokraten: Thilo Sarrazin und die protestantische Pfarrhäuser bei „Beckmann” (l. Aygul Özkan)

    Fernseh-Frühkritik: Beckmann : Ein Impfstoff namens Sarrazin

    Özdag, Özkan, das özt doch egal: Thilo Sarrazin wirkt bei „Beckmann“ wie eine Figur von Wolfgang Menge - so richtig aufregen will und kann sich darüber keiner. Denn sein Altmann-Gemecker ist zwar xenophob, wirkt im Fernsehen aber hilflos.
  • Sarrazins Konsequenz : Ein fataler Irrweg

    Thilo Sarrazin ist der Ghostwriter einer verängstigten Gesellschaft. Aber er verschweigt die Pointe seines Thrillers. Seine Thesen laufen auf eine vollständige Neudefinition unseres Begriffs von Kultur hinaus und erschöpfen sich nicht in muslimischen Milieus.
  • Für eine inhaltliche anstelle einer moralischen Diskussion der Thesen Sarrazins: Necla Kelek

    Integrations-Debatte : Ein Befreiungsschlag

    Die Thesen von Thilo Sarrazin zu Bildung und Zuwanderung sollte man diskutieren, nicht den Autor verteufeln. Aber die politische Klasse, der seine Kritik gilt, verweigert sich der Debatte, argumentiert die Soziologin Necla Kelek.