https://www.faz.net/-gsm
Koranlektüre im Halbdunkel einer palästinensischen Moschee

Debatte um den „West-östlichen Divan“ : Goethe war Araber

Goethes „West-östlicher Divan“ ist antisarrazinisch, weil dies kein Buch der Spaltung ist, sondern ein Großwerk des Dialogs. Im Einfühlungsvermögen in die islamische Kultur ist Goethe ein Gigant. Ein Beitrag des Schriftstellers Thomas Lehr zur „Divan“-Debatte.
Berlin-Kreuzberg ist heute ein Problemviertel - Schuld hat die Politik

Integration in Berlin : Der Zug fährt ab

Wenn inzwischen sogar Migranten aus Migrantenvierteln wegziehen, ist Integration vielleicht gar kein ethnisches Problem, sondern ein soziales. Eine Bestandsaufnahme in Berlin-Kreuzberg.

Ansprüche der Hohenzollern : Preußenschlag

Schlösser, Kunstwerke, Möbel und Briefe: Das Haus Hohenzollern erhebt neue Ansprüche auf einstigen Besitz. Darüber lässt sich verhandeln. Das Ansinnen, auch bei der preußischen Geschichtsschreibung mitreden zu wollen, geht allerdings zu weit.

Berichterstattung über Merkel : Zitteranfall

Ob man nach der Gesundheit der Bundeskanzlerin fragen darf, ist eigentlich keine Frage. Zu fragen ist vielmehr, wie man es tut.

Gefährliche E-Roller : Rollende Köpfe

Seit letztem Monat sind E-Roller in Deutschland als Verkehrsmittel zugelassen. So nett das Fahrgefühl sein mag, die Gefahr von blutigen Köpfen auf dem Asphalt nimmt durch sie zu.

Alexa im Kinderzimmer : KI aus der Kiste

Dubiose Datennutzung und drastische Warnungen: Es gibt gute Gründe, warum Alexa und Co. in Kinderzimmern nichts zu suchen haben.

Fundamental-Feminismus : Das ist kein Witz

Weil sie auch Frauen mit Kopftuch und Burka zeichnet, wurde die Karikaturistin Franziska Becker als vermeintlich rassistisch verunglimpft. Der „Charlie-Hebdo“-Chefredakteur Laurent Sourisseau weiß, was dahinter steckt.

Konzert in Saudi-Arabien : Sollte Nicki Minaj in Dschidda singen?

Zuerst sagte die amerikanische Rapperin Nicki Minaj zu, bei einem Festival im saudischen Königreich aufzutreten. Dann machte sie einen Rückzieher. Sie hat wohl etwas spät bemerkt, worauf sie sich einließ.

Kritik an Talkshows : Meinung bilden, nicht Meinung vorgeben

Olaf Zimmermann ist Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats. Vor einem Jahr empfahl er, dass alle Talkshow einmal Pause machten. Jetzt rät er, „hart aber fair“ einzustellen. Was Pressefreiheit bedeutet, weiß er offenbar nicht.

Neuer Lesekreis-Trend : Druckabfall bei den Literaturclubs

Erst müssen die Teilnehmer nichts mehr vorher gelesen haben, jetzt müssen sie nicht einmal mehr diskutieren: Die Entwicklung der Lesekreise geht in die richtige Richtung. Ein neuer Trend kommt aus Kanada.
Aufsteigerin aus einem fremden Kulturkreis

Demographischer Wandel : Seehofers Stimmungspolitik

Deutschland wird ohne qualifizierte Einwanderung erodieren. Vielleicht weiß das auch Horst Seehofer. Wenn er nun aber behauptet, Deutschland benötige keine Zuwanderung aus anderen Kulturkreisen, führt er die Bürger in eine gefährliche Irre. Ein Kommentar von Frank Schirrmacher.
Michael Althen (1962-2011)

Bitte einsenden : Der Michael-Althen-Preis für Kritik 2019

Zur Erinnerung an den Redakteur und Filmkritiker Michael Althen hat die F.A.Z. einen Preis ausgeschrieben. Zum siebten Mal soll eine Form der Kritik gewürdigt werden, die analytische Schärfe und Emotion verbindet.

Seite 2/3

  • Buchvorstellung in Potsdam : Heimspiel für Sarrazin

    Thilo Sarrazin eröffnet am Donnerstagabend in Potsdam die Lesereihe zu seinem umstrittenen Buch „Deutschland schafft sich ab“ - und sorgt gleich wieder für Schlagzeilen: Während der Veranstaltung bestätigt er, dass er sich aus dem Vorstand der Bundesbank zurückziehen wird.
  • Wurde vom Bundesrat als Vorstand vorgeschlagen: Thilo Sarrazin

    Der Fall Sarrazin : Eine Chance für den Bundesbank-Vorstand

    Die Affäre um Thilo Sarrazin wirft ein ungutes Licht auf das Verfahren, mit dem Vorstände der Deutschen Bundesbank berufen werden. Bislang dürfen abwechselnd die Bundesregierung und die Länder die Kandidaten bestimmen. Ist das noch zeitgemäß? Eine Analyse von Stefan Ruhkamp.
  • Gabriel in der Moschee: „Noch ungeklärte Aufgaben” im Miteinander zwischen Deutschen und Migranten

    SPD : Schmerzvoller Abschied vom Multikulti

    Lange hat die SPD vernachlässigt, wie viele Probleme durch Einwanderung entstanden sind. Jetzt wollte sie sich dem stellen. Aber nun zieht die Causa Sarrazin alle Aufmerksamkeit auf sich und zeigt, dass die Integrationspolitik der SPD nicht mehr mit der Wirklichkeit ihrer Mitglieder korrespondiert.
  • Der Fall Sarrazin : Bundesbank unter Feuer

    Nicht Inflation hat der Deutschen Bundesbank die schwerste Krise ihrer Geschichte beschert, sondern die Vorgänge um Vorstand Thilo Sarrazin. Die Notenbank ist ihm immer fremd geblieben. Dem Apparat der Bundesbank begegnet er bisweilen mit Verachtung.
  • Die Katstrophe des Denkens in Gruppenzugehörigkeiten: Trauerfeier für die von einem Russlanddeutschen in Dresden ermordete Ägypterin

    Integrations-Debatte : Einwachsen statt auswachsen

    Abstammung ist kein Schicksal: Entscheidend für die Integration von Einwanderern ist die Befreiung von autoritären Prägungen. Der liberale Staat darf die Vaterrolle nicht ablehnen, meint die Integrationsforscherin Lena Kornyeyeva.
  • Auf fast verlorenem Posten: Die Lehrerin Betül Durmaz

    Gelebte Integration : Sie würde niemals ein Kopftuch tragen

    Ihr Dasein als Lehrerin erschöpfe sich zu 80 Prozent in Sozialarbeit, sagt sie: Betül Durmaz unterrichtet an der Malteser-Förderschule in Gelsenkirchen. Das Erste zeigt einen beeindruckenden Film über ihren Kampf gegen Parallelgesellschaften.
  • Typisch - für eine bestimmte Art von Sozialdemokraten: Thilo Sarrazin und die protestantische Pfarrhäuser bei „Beckmann” (l. Aygul Özkan)

    Fernseh-Frühkritik: Beckmann : Ein Impfstoff namens Sarrazin

    Özdag, Özkan, das özt doch egal: Thilo Sarrazin wirkt bei „Beckmann“ wie eine Figur von Wolfgang Menge - so richtig aufregen will und kann sich darüber keiner. Denn sein Altmann-Gemecker ist zwar xenophob, wirkt im Fernsehen aber hilflos.
  • Sarrazins Konsequenz : Ein fataler Irrweg

    Thilo Sarrazin ist der Ghostwriter einer verängstigten Gesellschaft. Aber er verschweigt die Pointe seines Thrillers. Seine Thesen laufen auf eine vollständige Neudefinition unseres Begriffs von Kultur hinaus und erschöpfen sich nicht in muslimischen Milieus.
  • Für eine inhaltliche anstelle einer moralischen Diskussion der Thesen Sarrazins: Necla Kelek

    Integrations-Debatte : Ein Befreiungsschlag

    Die Thesen von Thilo Sarrazin zu Bildung und Zuwanderung sollte man diskutieren, nicht den Autor verteufeln. Aber die politische Klasse, der seine Kritik gilt, verweigert sich der Debatte, argumentiert die Soziologin Necla Kelek.