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Koranlektüre im Halbdunkel einer palästinensischen Moschee

Debatte um den „West-östlichen Divan“ : Goethe war Araber

Goethes „West-östlicher Divan“ ist antisarrazinisch, weil dies kein Buch der Spaltung ist, sondern ein Großwerk des Dialogs. Im Einfühlungsvermögen in die islamische Kultur ist Goethe ein Gigant. Ein Beitrag des Schriftstellers Thomas Lehr zur „Divan“-Debatte.
Berlin-Kreuzberg ist heute ein Problemviertel - Schuld hat die Politik

Integration in Berlin : Der Zug fährt ab

Wenn inzwischen sogar Migranten aus Migrantenvierteln wegziehen, ist Integration vielleicht gar kein ethnisches Problem, sondern ein soziales. Eine Bestandsaufnahme in Berlin-Kreuzberg.

Obdachlosenverhinderungsbänke : Richtig sitzen

Weil sich Menschen über schlafende Obdachlose beschweren, werden deutsche Parkbänke extra ungemütlich designt. In Paris stehen seit hundert Jahren Metallstühle, die jeder benutzen darf. Das funktioniert auch andernorts.

Oppermanns Vorschlag zur Wahl : Deutschland sucht den Supersozi

Auch wer kein SPD-Mitglied ist, soll sich an der Wahl des Parteivorsitzenden beteiligen dürfen, findet Thomas Oppermann. Das wäre ein Fest für den politischen Gegner. Und nicht nur für den.

Überleben in Indonesien : Sieg der Fahrradrikscha

In Java halten sich noch Fahrradrikschas, die echten Nervenkitzel für den Fahrgast versprechen. Sie sind der tägliche Sieg über Lawinen aus Blech.
Aufsteigerin aus einem fremden Kulturkreis

Demographischer Wandel : Seehofers Stimmungspolitik

Deutschland wird ohne qualifizierte Einwanderung erodieren. Vielleicht weiß das auch Horst Seehofer. Wenn er nun aber behauptet, Deutschland benötige keine Zuwanderung aus anderen Kulturkreisen, führt er die Bürger in eine gefährliche Irre. Ein Kommentar von Frank Schirrmacher.

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  • „Kein Problem mit Integration”: Trotz ist Sahin fremd

    Fußball und Integration : Sahin kontert Sarrazin

    „Deutschland hat kein Problem mit der Integration“, sagt der Dortmunder Fußballprofi Nuri Sahin und widerspricht damit Thilo Sarrazin. Trotzdem spielt er für die türkische Nationalmannschaft. Doch dort werden Talente nicht konsequent gefördert.
  • Hans-Ulrich Wehler

    Wehler verteidigt Sarrazin : Parteiausschluss undenkbar

    Hans-Ulrich Wehler, Deutschlands bedeutendster Sozialhistoriker, verteidigt Thilo Sarrazin in einem Zeitungsbeitrag. Damit gibt er der Debatte um dessen umstrittene Integrationsthesen eine völlig neue Wendung.
  • Erledigt sich das Problem des Moderatorenüberschusses in der ARD von selbst? Maischberger kriselt

    Fernseh-Frühkritik : Eine Zumutung

    Sandra Maischberger wollte über das Thema „Kopftuch und Koran: Hat Deutschland kapituliert?“ diskutieren. Sie setzte eine Frau, die den „Ehrenmord“ an ihrer Schwester anzeigte, dem islamischen Prediger Pierre Vogel gegenüber. Das konnte nicht gutgehen.
  • „...und ansonsten ist alles gesagt”: die Bundeskanzlerin und der Bundespräsident

    Sarrazins ungelesenes Buch : Frau Merkel sagt, es ist alles gesagt

    Über die Kälte der Macht und die Aufkündigung einer Debatte: Im Fall Sarrazin geht es um nichts weniger als die Meinungsfreiheit und die Pflicht sich selbst zu unterrichten. Die Weigerung der Politik, sein Buch zu lesen, zeigt eine fundamentale Krise der politischen Kommunikation.
  • In Verteidigungshaltung: Thilo Sarrazin

    Sarrazin antwortet auf Gabriel : „Die SPD-Spitze kann nicht lesen“

    „Sigmar Gabriel stilisiert mich zum Wegbereiter von Hasspredigern, weil ich von der Evolutionsbiologie nicht schweigen will. Meine Thesen zur Sozialpolitik verfälscht er. Eine Antwort auf die Anklage, die mein Parteivorsitzender in der ,Zeit' gegen mich erhoben hat.“ Ein Gastbeitrag von Thilo Sarrazin.
  • Die Bildungsquote muslimischer Migranten ist niedrig, doch es gibt Generationenerfolge

    Integrations-Debatte : Die Berechnungen sind demagogisch

    Der Sozialökonom Gunnar Heinsohn hat in einem Beitrag für die F.A.Z. behauptet, in der Debatte um türkische Einwanderer würden deren Bildungserfolge schöngerechnet. Die in vielen Talkshows zu Wort gekommene Politologin Naika Foroutan unterschlage wichtige Zahlen. Hier erwidert sie.
  • Bundespräsident Wulff am Dienstag in Weimar

    Wulff und der Fall Sarrazin : Die Unbeteiligten

    Zwischen internen Bewertungen und öffentlichen Stellungnahmen zur Rolle des Bundespräsidenten im Fall Sarrazin herrschte am Mittwoch eine Kluft. Intern hieß es, im Falle des Falles hätte Wulff die Befugnisse über Gebühr ausgelegt. Offiziell wurden keine Bewertungen abgegeben.
  • Bundespräsident Wulff (CDU) soll im Fall Sarrazin mehr Einfluss ausgeübt haben als bislang bekannt.

    Fall Sarrazin : Der Druck auf Christian Wulff wächst

    Bundespräsident Wulff gerät weiter unter Druck. Nach Informationen der F.A.Z. hat Sarrazin die Bedingungen für seinen Abgang mit dem Bundespräsidialamt ausgehandelt. Sarrazin sagte, mit seinem Abgang habe er Druck von Wulff nehmen wollen - eine Abberufung durch Wulff wäre juristisch angreifbar gewesen.
  • Fall Sarrazin : SPD beschließt Ausschlussverfahren

    Trotz Kritik aus den eigenen Reihen hat SPD-Generalsekretärin Nahles den geplanten Parteiausschluss Thilo Sarrazins verteidigt. Der Parteivorstand stimmte geschlossen dafür. Sarrazin wird zur Last gelegt, seine muslimkritischen Integrationsthesen „genetisch“ zu begründen.
  • Als Finanzsenator hat Thilo Sarrazin die Arbeit der Berliner Lehrer nicht gerade erleichtert

    Bildung in Berlin : Sarrazin gab den Sparkommissar

    Als Thilo Sarrazin Berliner Finanzsenator war, sanken die Gehälter von Erzieherinnen und Lehrern, die Vorklassen wurden abgeschafft. Das schadete gerade Einwandererkindern. Fast scheint es, als habe er seine Prophezeiungen selbst eingeleitet.
  • Der Fall Sarrazin : Körperzellenrock

    Was Thilo Sarrazin gesagt hat, ist also nicht „auszuhalten“, seine Beschreibung der Welt „unerträglich“? Das meinen jedenfalls die intellektuellen Lobbyisten und kriegen sich kaum noch ein vor bebender Empörung. Dabei zeigt ihr Meinungskrieg in Schleimsprache nur eins: Wie unreif das deutsche Verhältnis zur Freiheit ist.
  • „Vermittelte” im Fall Sarrazin: das Amt von Bundespräsident Christian Wulff

    Fall Sarrazin : Wulff regiert in die Bundesbank

    Das Bundespräsidialamt hat eingestanden, bei den Verhandlungen der Bundesbank über einen freiwilligen Rückzug Thilo Sarrazins „vermittelt“ zu haben. Berichte, man habe ihm eine höhere Pension verschafft, wies das Amt hingegen zurück.
  • Sarrazins Rücktritt : Spielball Bundesbank

    Was ist bloß aus der Deutschen Bundesbank geworden? Früher wurde sie für ihre Unabhängigkeit bewundert. Nach Sarrazin bleibt der Eindruck eines politisch abhängigen Vorstands mit großen Karriereplänen. Eine Analyse von Holger Steltzner.
  • Thilo Sarrazin (SPD)

    Causa Sarrazin : Zur Strecke gebracht

    Thilo Sarrazin tat dem Bundespräsidenten, der Bundeskanzlerin und der Bundesbank einen großen Gefallen. Von einem „freiwilligen“ Rücktritt können nur Zyniker sprechen: Das Fegefeuer der Kritik in den vergangenen Wochen war selbst für ihn zu heiß.
  • Nach Sarrazins Rücktritt : Aufatmen in der Bankenszene

    In der Frankfurter Bankenszene überwiegt nach dem Rücktritt von Thilo Sarrazin die Erleichterung. Insbesondere in der Bundesbank wird nun auf eine Beruhigung gehofft. Erste Kandidaten für die Nachfolge sind bereits im Gespräch.
  • Bundesbankpräsident Axel Weber : Der Zielstrebige

    Axel Weber ist eigentlich Wissenschaftler und ein eher unpolitischer Mensch. Die Berufung von Thilo Sarrazin in den Bundesbank-Vorstand wollte er von Anfang verhindern. Jetzt droht der Fall Sarrazin Webers hauptsächliche Arbeit zu überschatten. Dabei gehört er zur Elite der europäischen Geldpolitiker.