https://www.faz.net/-gqz-9oxsv

Kulturpolitik in Italien : „Kein Dank, kein Glückwunsch, das war’s“

Museumseingang: der Innenhof des Palazzo Ducale in Urbino Bild: Raffaele Pagani

Museumspolitik à la Salvini: In Italien räumen ausländische Museumsdirektoren reihenweise ihre Posten. Das Profil für ihre Nachfolger ist klar definiert – und hat nichts mit Kunst zu tun.

          3 Min.

          Es war ein Paukenschlag, als der frischgebackene italienische Kulturminister Dario Franceschini 2014 ankündigte, die Leitung von zwanzig staatlichen Museen, darunter mehrere Leuchttürme des bel paese, EU-weit auszuschreiben, und dafür eine internationale Findungskommission einsetzte.

          Andreas Rossmann

          Freier Autor im Feuilleton.

          Mehr als zwölfhundert Bewerbungen gingen in Rom ein, sieben Direktorenposten wurden an Ausländer, vier an Italiener, die emigriert waren, vergeben. Unter den Neuberufenen waren drei Deutsche: Eike Schmidt übernahm die Uffizien und Cecilie Hollberg die Galleria dell’Accademia in Florenz, Gabriel Zuchtriegel den Archäologischen Park in Paestum. Der Kanadier – mit britischem Pass – James Bradburne wurde an die Pinacoteca Brera in Mailand, der Franzose Sylvain Bellenger ans Museo Capodimonte in Neapel berufen, der Österreicher Peter Assmann an den Palazzo Ducale in Mantua und sein Landsmann Peter Aufreiter an die Galleria Nazionale delle Marche in Urbino.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. Digital – Jubiläumsangebot!

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Ja, wohin fährt er denn: Der neue Bahnhof in Naivasha wird eröffnet.

          Bahnprojekt Kenia : Geht ein Zug nach Nirgendwo

          Eine Zugverbindung der kenianischen Hafenstadt Mombasa bis in Ugandas Hauptstadt Kampala: Das war der Plan von Kenias Regierungschef Kenyatta. Doch das Projekt droht spektakulär zu scheitern. Profitieren könnte China.
          Bram Schot

          F.A.Z. Exklusiv : So spart Audi gegen die Krise

          Rund 15 Milliarden Euro sollen in den kommenden Jahren eingespart werden. Die Werke in Ingolstadt und Neckarsulm wird es wohl besonders hart treffen. Audi-Chef Schot sagt, er habe aber klare Vorstellungen, wie die Beschäftigung gesichert werden kann.