Das Faustrecht des Papstes : Richter statt Henker
Von Jürgen Kaube
Lesezeit: 4 Min.
Wer die Mutter von Jorge Mario Bergoglio beleidigt, weiß jetzt, womit er zu rechnen hat. Wir formulieren „er“, weil wir mal nicht annehmen möchten, dass der Bischof von Rom eine Frau schlagen würde. Und wir sprechen seinen bürgerlichen Namen an, um dogmatische Komplikationen zu vermeiden, die sich aus der Wendung „Mutter des Papstes“ ergeben könnten. Auch als Papst Franziskus I. genießt Herr Bergoglio Meinungsfreiheit. Sie wird nicht eingeschränkt, wenn man feststellt, dass nicht recht durchdacht ist, was er gesprächsweise mitgeteilt hat. Wäre törichte Kommunikation nicht geschützt, brauchten wir deutlich mehr Richter.
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