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„Maus I“ : Holocaust und Hitler im Comic

Die Judenverfolgung als Katz- und Maus-Spiel? Sobald man Art Spiegelmans „Maus“ aufschlägt, erkennt man, dass der Kunstgriff, mit dem er die Geschichte zu verniedlichen scheint, sie in Wahrheit vor jeder Verharmlosung bewahrt. Ein Überblick über den Nationalsozialismus im Comic.
Spiegelmans „Maus” in zwei Bänden

„Maus II“ : Ein Meisterwerk der Comicliteratur

Die Mäuse in Auschwitz: Art Spiegelman setzt seine Familiengeschichte als Holocaust-Fabel fort. Dabei gelingt ihm eine völlig neue Deutung der vormals funny animals in seinem Medium - und vor allem: ein grandioser Comic über den Nazi-Terror.

Werbeverbote : Diskriminierend

Für Werbung, die aus dem Rahmen fällt, wird die Luft dünner. Vor allem, wenn es um Geschlechterrollen geht. In Deutschland werden Reklamevideos gerügt, in England werden sie jetzt gleich verboten.

Berliner Staats- und Domchor : Gendergesang

Eine Mutter will einen Berliner Knabenchor verklagen, weil ihre Tochter dort nicht mitsingen darf. Der Fall zeigt, welch groteske Züge der Anspruch auf Gleichheit angenommen hat.

Das Rätsel Deutsche Bahn : Ankommen wird zur Nebensache

Jetzt dankt die Deutsche Bahn ihren Fahrgästen schon für deren Mitarbeit. Dem Schienenverkehr ist hierzulande allenfalls noch philosophisch beizukommen. Wir versuchen es mit Heidegger und Gehlen.

Waldbrände in Sibirien : Brenne, mein Land

Die sibirischen Waldbrände wurden lange nicht gelöscht, weil die Machthaber das für ökonomisch unrentabel erklärten. Davon singt auch der Popstar Monetotschka.

Klassiker der Comic-Literatur : Haha, das wird lustig!

Unfreiwilliger Humor ist seine Sache nicht: Bei Robert Crumb ist selbstgerechten Lesern das Lachen verboten. Mit „Fritz the Cat“ brachte er Sex und Gewalt in die Funny-Animals-Comics. Der Altmeister ist ein junggebliebener Wilder.

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