https://www.faz.net/-h2p

Haus der Kunst in München : Ethisches Defizit

Im Münchner Haus der Kunst eskaliert der Streit zwischen den Mitarbeitern und der Geschäftsführung. Direktor Bernhard Spies gibt den Elefanten im Porzellanladen. Der Freistaat Bayern sollte überlegen, was ihm sein Museum wert ist.

Schnaps von Dmitrij Medwedjew : Im Spirituosennebel

Der russische Regierungschef brennt seinen eigenen Schnaps. Das widerspricht zwar seiner offiziellen Politik. Doch es erscheint fast wie eine Geste der Annäherung an sein von der Wirtschaftskrise frustriertes Volk.

Trudeau als Aladdin : Arabische Nächte sind heiß

Der kanadische Premier Justin Trudeau wird von der vermeintlich hehren Moral eingeholt, die er sonst gern predigt. Vor achtzehn Jahren hat er sich als Aladdin kostümiert. Dafür geißelt er sich nun selbst.

Archäologie : Was erzählen Skelette?

Zwei männliche Skelette aus der Spätantike halten Händchen. Verliebte Jungs? Oder ist die Sache ganz anders?

„Last Night of the Proms“ : Love, Britannia

Der Brexit ist überall: Auch bei der traditionsreichen „Last Night of the Proms“ wird Politik gemacht. Die amerikanische Mezzosopranistin Jamie Baron stahl mit ihrem Statement jedoch allen die Schau.

Verbot von Plastiktüten : Gute Jute!

Das Bundesumweltministerium will die Plastiktüte verbieten. Es gibt dringendere Probleme. Aber irgendwo muss man ja mal anfangen.

Neue Titanic-Ausgabe : Der Prophet wird Jude

Im Gegensatz zu den Kölner Karnevalisten, die kleinmütig auf ihren geplanten „Charlie Hebdo“-Wagen verzichten, hat die „Titanic“ die Courage behalten. Das beweist die neue Ausgabe der Satirezeitschrift.

Nach dem Anschlag von Paris : Es wird dunkel

Wir haben Zeichner um Arbeiten nach dem Anschlag von Paris gebeten. Reinhard Kleist gibt der Fassungslosigkeit ein Gesicht. Die Ereignisse überschlagen sich, die Forderungen auch. Dann wird es dunkel.

Seite 3/2

  • Reinhard Kleist : „Der Boxer“

    Reinhard Kleist erzählt das unglaubliche, aber wahre Leben des jüdischen Boxers Hertzko Haft, der die Konzentrationslager der Nazis überlebte und dann eine Profikarriere in den Vereinigten Staaten einschlug.
  • Kat Menschik : Das variable Kalendarium

    Tagesaktuelle Geschehnisse, in der Geschichte gefunden: In ihrer Komposition „Das variable Kalendarium“ lässt Kat Menschik Vergangenes als grafisches Feuerwerk erstrahlen.
  • Flix : Faust

    „Who the Fuck is Faust?“ hieß ein Comic, mit dem Flix als junger Comiczeichner bekannt wurde. Elf Jahre später mit dieser frühen Arbeit unzufrieden, zeichnet er für die F.A.Z. seinen eigenen Faust 2.
  • Ulf K. : Der Anfang nach dem Ende

    Und was macht man so als Tod? „Der Anfang nach dem Ende“ von Ulf K., einem der renommiertesten deutschen Comiczeichner, ist eine Geschichte, in der nicht gesprochen wird.
  • Ralf König : Prototyp

    Held der Schöpfungsgeschichte von Ralf König ist die Schlange, denn sie stellt Fragen, die es in sich haben. Und Gott redet dazu Tacheles - und Fraktur.
  • Ralf König : „Archetyp“

    Ralf König wirft in seinem Comic „Archetyp“ einen Blick auf den gottesfürchtigen Schiffsbauer Noah, den er kräftig gegen den biblischen Strich gebürstet hat.
  • Volker Reiche : Strizz - Die letzte Folge

    Über sechseinhalb Jahre lang hat Volker Reiche als wohl als einziger Zeitungscomiczeichner der Welt für seine Serie „Strizz“ tagesaktuell gearbeitet. Es folgten zwei Jahre im Wochenrhythmus. Hier die letzte Folge.