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Filmfestspiele von Cannes : Ein Wink mit dem Palmenzweig

Mag sein, dass die Goldene Palme für Apichatpong Weerasethakul auch ein politischer Gruß an das thailändische Volk sein soll, dessen Land im Chaos unterzugehen droht. Vor allem aber ist sie ein Signal an die Verleiher und die Zuschauer.

Wahl des Parteivorsitzenden : Die Ideen des Merz

„Bildung, Bildung, Bildung“, so lautet ein Kapitel in dem jüngsten Buch von Friedrich Merz. Über den Status einer Dienstmagd kommt sie jedoch nicht hinaus. Das Kulturleben bleibt unerwähnt.

Ausstellungen in Impfzentren : Invasive Kunst

Die Impfzentren von Straubing und Bottrop sind jetzt auch Ausstellungshallen. Mehrere Städte wollen folgen. Ob Kunst auch Impfunentschlossene anlocken kann?

Semsrotts „Die Partei“-Austritt : Satirepartei wird satirefrei

Wer Witze nur erträgt, wenn sie nicht auf Kosten der eigenen Weltanschauung gehen: Nach dem Austritt von Nico Semsrott aus der „Partei“ dürfte das Satireprojekt wohl an sein Ende gelangt sein.

Seltsames Wörterbuch : Einmal Pizza Schlafsack, bitte

Begriffe ordnen und erklären das Leben - oder? Bei Kataplomben, Erektolollern und Steuerbraterinnen ist das nicht gesagt. Zur Poetisierung der Welt trägt Monika Rincks Online-Projekt „Begriffsstudio“ jedenfalls bei.

Wer lässt sich impfen? : Der Impfgegner

Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt? Warum die Haltung von manchen Impfgegnern mit rationalen Argumenten allein nicht nachvollziehbar ist.

Simon Rattle kommt zurück : Höhere Ziele im Leben

Simon Rattle übernimmt die Leitung des Symphonie-Orchesters des Bayerischen Rundfunks. Das wird ihn auch brauchen. Mutlos ist die Entscheidung trotzdem – zugleich aber ein deutlicher Wink Richtung Berlin.

Trumps Social-Media-Bann : Stumm geschaltet

Dass Donald Trump nicht mehr zum Sturm aufs Kapitol aufrufen kann, muss man begrüßen. Doch wie heuchlerisch die Chefs von Twitter und Facebook agieren, weiß am besten der russische Oppositionelle Alexej Nawalnyj.

Leerer Sockel in Paris : Schutzhaft für Voltaire

Seit fünf Monaten ist die berühmte Voltaire-Statue im sechsten Arrondissement verschwunden, der Sockel leer. Dabei ist der Philosoph spätestens mit dem Streit um den Entwurf eines Pressefreiheitsgesetzes wieder aktuell.
1955: Der Fotograf bat Brigitte Bardot an den Strand, die Fans hielten Abstand.

Filmfestival Cannes : Bilder aus der ewigen Stadt des Kinos

Alle wollen zum Filmfestival nach Cannes: die Filmemacher, die Geschäftemacher, die Fans. Dabei ist es unbequem, und jeder kann untergehen. Aber die Magie des Kinos funktioniert in Cannes immer noch. Jedenfalls meistens.

Literatur-Newsletter : Die wichtigsten Bücher der Woche

Sie interessieren sich für Literatur? Im F.A.Z.-Newsletter bekommen Sie immer freitags einen Überblick der wichtigsten Buchneuerscheinungen aus den Bereichen Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Reise, Sachbuch und Belletristik.

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  • Die Preisträger von Cannes : Es lebe das Kino der Poesie!

    Beim 63. Filmfestspielen von Cannes sind die Entscheidungen gefallen: Der Film „Oncle Boonmee“ des thailändischen Regisseurs Apichatpong Weerasethakul erhält die Goldene Palme, Juliette Binoche, Javier Bardem und Elio Germano sind die besten Schauspieler.
  • „Poetry” dreht sich um eine Frau Mitte sechzig, die Probleme mit ihrem Gedächtnis hat und einen Volkshochschulkurs besucht, um Gedichte schreiben zu lernen

    Cannes : Jedes Gedicht braucht Blumen

    Der Wettbewerb des Filmfestivals in Cannes erzählt von siechenden Menschenhändlern, verschleppten Mönchen und dichtenden Großmüttern. Zwei Filme schaffen es, den Blick des Publikums zu schärfen: „Des hommes et des dieux“ von Xavier Beauvois und „Poetry“ von Lee Chang-dong.
  • Mit seinem nordkoreanischen Partner Kim Il-sung rückt sich Nicolae Ceauşescu 1971 ins rechte Licht

    Ceauşescu-Film in Cannes : Die Wahrheit in den Bildern der Lüge

    Cannes ist erschüttert: Aus Tausenden Stunden propagandistischem Filmmaterial über den rumänischen Diktator Nicolae Ceauşescu hat Andrei Ujica einen Film zusammengestellt, der keinen kaltlässt.
  • Reitet für Frankreich: Mélanie Thierry als „La Princesse de Montpensier” bei Bertrand Tavernier

    Cannes : Redet nicht über das Unsichtbare

    Es waren die Tage der alten Meister in Cannes: Jean-Luc Godard hat den Sozialismus verfilmt, Bertrand Tavernier zeigt einen Historienfilm aus weiblicher Perspektive, Takeshi Kitano stellt einen Yakuza-Film vor und Abbas Kiarostami hat es in die Toskana verschlagen.
  • Cannes : Wie man den Glücksquotienten steigert

    So spannend kann ein Therapeutenleben sein: Während es Mike Leigh in Cannes gelingt, mit Alltäglichem zu fesseln, enttäuschen Woody Allen und der deutsche Beitrag von Christoph Hochhäusler.
  • Cannes : Der Zeit bei der Arbeit zusehen

    Bei jedem Wiedersehen dieses Films geschieht ein Wunder. Auch in Cannes funktionierte das, als Martin Scorsese eine restaurierte Fassung von Viscontis „Leopard“ präsentierte.
  • Cannes : „Wall Street“: Gier ist geil!

    Nach dreiundzwanzig Jahren kehrt Gordon Gekko, der Held aus „Wall Street“, auf die Leinwand zurück. In Cannes lief die Fortsetzung außer Konkurrenz, überzeugte aber einmal mehr mit Michael Douglas in der Hauptrolle.
  • Cannes : Aus den Niederungen des Showgeschäfts

    Gemächlicher Auftakt: Der französische Superstar Mathieu Amalric zeigte mit „Tournée“ seine erste Regie-Arbeit und der Chinese Wang Xiaoshuai lieferte mit „Rizhao Chongqing“ Bilder einer Stadt, die man nicht so schnell vergisst.
  • Der Eröffnungsfilm: Ob Russell Crowe als Robin Hood in Cannes ins Schwarze trifft?

    Cannes : Warum denn so ernst, Robin Hood?

    Marktplatz der Eitelkeiten: Heute eröffnet das Filmfestival von Cannes mit Ridley Scotts Großproduktion „Robin Hood“, in der Russell Crowe seine Figur ernster nimmt, als ihr wirklich gut tut.
  • Mit dem Stoffbären: Bora Altas, der Star des Gewinnerfilms „Bal”

    Berlinale: Die Bilanz : Immerhin ein plausibler Gewinner

    Begeistert bevölkerte das Publikum die verschiedenen Sektionen der diesjährigen Berlinale. Filmgeschichte aber wurde nicht geschrieben. Das liegt an der Politik, die der pragmatische Festivalleiter Dieter Kosslick bei den Wettbewerbsfilmen verfolgt. Der Film „Bal“ aber siegte verdient.