https://www.faz.net/-gqz-9eese

Theater in München und Berlin : In der kulturpolitischen Kampfzone

  • -Aktualisiert am

Eine Szene aus der Inszenierung von „Point Of No Return“ an den Münchner Kammerspielen Bild: David Baltzer

Der Streit um die Volksbühne in Berlin und die Münchner Kammerspiele hat aus künstlerischer Vielfalt künstliche Antagonismen gemacht. Wie kommt man da wieder heraus? Gespräche mit Akteuren, die es wissen könnten.

          7 Min.

          Gerade läuft eine Theatersaison an, die die spannendste seit langem werden könnte. Selten waren die Gräben tiefer, der Ton rauher. Der Grund: An gleich zwei der renommiertesten Stadttheater Deutschlands warfen die Intendanten hin: Chris Dercon an der Volksbühne in Berlin, Matthias Lilienthal an den Münchner Kammerspielen – der allerdings hat noch zwei Jahre vor sich und jetzt gewissermaßen Narrenfreiheit.

          Diese Ereignisse waren vorläufige Höhepunkte einer brutal geführten Debatte, in der jeder zu wissen glaubte, wie dieser Kulturbetrieb in Zukunft auszusehen habe. Das Theater schaffe sich ab, klagen besorgte Bildungsbürger, egal ob im Szenebistro oder am Stammtisch. Doch stimmt es überhaupt, dass Matthias Lilienthal in München die Schauspielerei verramscht? Und an der Volksbühne die Ecken und Kanten eines unbequemen Theaters weggentrifiziert werden? Wird das Theater, zumindest in Berlin und München, wieder zur Kulturkampfzone?

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. digital – Jubiläumsangebot

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Klärungsbedarf: Zübeyde und Peter Feldmann am Abend der Wiederwahl des Oberbürgermeisters

          Feldmann und die Kita-Affäre : Gut bezahlte Nebenrolle

          Als Zübeyde Temizel noch am Konzept für eine Kita in Wiesbaden gearbeitet haben soll, besichtigte Peter Feldmann schon die „Dostluk“-Baustelle in Frankfurt. Und das ist längst nicht die einzige Ungereimtheit in der Sache.
          Gesponserte Inszenierung: Microinfluencerin Patricia Wirschke

          Microinfluencer : Wie der Rat einer guten Freundin

          Wer weniger als 10.000 Follower bei Instagram hat, war vor ein paar Jahren noch uninteressant für die Werbung. Doch jetzt schlägt die Stunde der Microinfluencer. Ihr Wert steigt.