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Gesellschaft auf der Bühne : Wie geht klimaneutrales Theater?

  • -Aktualisiert am

Schwebende Teilchen: Quallen-Installation von Rimini Protokoll in London. Bild: Picture-Alliance

Ist das Stadttheater klimaneutral? In Zürich kann man erleben, wie die Bühnen aktuelle gesellschaftspolitische Themen verhandeln und dabei über sich selbst ins Grübeln kommen.

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          „Was ist jetzt, kommt ihr mit?“ Das jugendliche Ensemble platzt ins Klassenzimmer herein, mit Rucksack, Pappschildern und Beuteln in der Hand. „Los jetzt, wir wollen auf die Demo!“ Keine Reaktion auf den Schulbänken, in denen diesmal ältere Semester sitzen – das Zürcher Publikum ist zwar bunt durchmischt, aber älter als der Schnitt in einer Schulstunde oder auf einer „Fridays for Future“-Demonstration ist es allemal. „Greta“ ist ein Stück über drei Zürcher Jugendliche, ihre Sorge um die Welt und über Zehntausende von Schülerinnen und Schülern, die auf der ganzen Welt für mehr Klimaschutz streiken.

          Anfangs gehen Alina (Julia Berger), Betty (Lara Fuchs) und Claudio (Roman Kiwic) nur das träge Publikum an, das sich nicht aus seinen Stühlen erheben möchte, dann geraten sie aneinander. Suna Gürlers Klassenzimmer-Inszenierung von Lucien Haugs Text skizziert leichtfüßig und mit viel Millennial-Slang verschiedene Typen, die eine heterogene Bewegung hervorgebracht hat.

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