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Beethovens Geburtstag : Ode an ein revolutionäres Genie

Immer noch der am meisten gespielte klassische Komponist: Ludwig van Beethoven. Bild: Picture-Alliance

Die Musikwelt feiert den 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven. Zu Recht, denn seine Wirkmacht ist ungebrochen. Er schuf den Soundtrack für eine aufgeklärte Öffentlichkeit, komponierte hochkomplexe Populärmusik und prägt unser Konzertwesen bis heute.

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          Nein, Ludwig van Beethoven war kein „Rebell“, kein Kämpfer auf den Barrikaden der musikalischen Revolution, kein rückhaltloser Anwalt der Demokratie, schon gar nicht einsam und zu Lebzeiten unverstanden. Aber er war eine einzigartige Figur, deren Wirkung bis heute andauert, jemand, der die sozialen und künstlerischen Umbrüche seiner Zeit erkannte und mitzugestalten wusste, der rechte Mann zur rechten Zeit am rechten Ort, jemand, ohne den unser Musikleben heute nicht so wäre, wie es ist.

          Jan Brachmann

          Redakteur im Feuilleton.

          Beethoven wurde am 17. Dezember 1770 in der Bonner Remigiuskirche getauft, vermutlich war er einen Tag zuvor zur Welt gekommen. Sein Vater sang als Tenor am Hof des Kurfürsten von Köln, der in Bonn residierte, sein Großvater diente als Hofkapellmeister demselben Herrn. Beethoven selbst wuchs in ein Leben als Hofbediensteter hinein, spielte Orgel und Bratsche als Angestellter seines Fürsten und erfuhr von diesem Förderung: Maximilian Franz, ein aufgeklärter, liberal gesinnter Bruder des Wiener Reformkaisers Joseph II., schickte den knapp zweiundzwanzigjährigen Beethoven nämlich im November 1792 selbst nach Wien, damit sein Landeskind bei Joseph Haydn studieren konnte, um später in die Heimat zurückzukehren und dieser Ehre zu machen.

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