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Digital Concert Experience : Die Vermessung der Gefühle beim Hören

  • -Aktualisiert am

Auch in Zukunft auf dem Schirm? Der Konzertbetrieb, hier mit Riccardo Muti und den Wiener Philharmonikern, muss sich auf einen großen Wandel einstellen. Bild: AFP

Die Wissenschaft unterstützt die Suche nach neuen Formen: Die Studie „Digital Concert Experience“ des Max-Planck-Instituts untersucht das Konzert im digitalen Wandel.

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          Seit Jahren schwankt der Konzertbetrieb zwischen Krise, Innovationsdruck und Konservativismus. Er ringt um ein neues und breiteres Publikum. Unzählige Crossover-Projekte und Künstler verbinden Klassik mit Unterhaltung. Nur: Es genügt nicht. Musikvermittlung in Form von Konzerteinführungen erkläre das Produkt zwar besser, entwickele es aber nicht weiter, behauptet etwa Folkert Uhde, Kulturmanager und Schöpfer des Begriffs „Konzertdesign“.

          Doch was soll dieses „Weiterentwickeln“ eigentlich bedeuten? Die zusätzliche Ausstaffierung der Musik mit Schauspiel, Tanz oder Licht, wie man es vor dem Lockdown mehr und mehr erleben konnte, näht doch eigentlich nur die Rüschen zurück an den Ärmel. Mit dem Ziel, die Aufmerksamkeit länger aufrechtzuerhalten, wird gleichzeitig von der Musik selbst abgelenkt. Zudem kultivieren digitale Medien in enormem Maße die Interaktion. Still auf einem Stuhl zu sitzen wirkt da wenig zeitgemäß. Allerdings erfordert Musikkonsum, zumindest dem Anspruch der Kunst nach, genau diese wenig zeitgemäßen Mittel.

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