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Spielplan-Änderung

Es ist eine Serie im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen, es wurde ein Buch im Tropen Verlag und es wird am 14. November eine große Veranstaltung an der Volksbühne Berlin werden: „Spielplan-Änderung“ versammelt Theaterstücke aus vier Jahrhunderten, die noch nie oder seit langer Zeit nicht mehr auf der Bühne zu sehen waren. Mit einer Mischung aus szenischen Lesungen, Performances, Tanz- und Videokunst, Podiumsdiskussionen und Konzerten soll vergessene Dramatik gefeiert werden. Der Volksbühnen-Veranstaltung fiebern wir auf dieser Seite mit Texten, Bildstrecken und einer exklusiven F.A.Z-Videoserie mit vielen bekannten Gesichtern und überraschenden Gesprächspartnern entgegen.

F.A.Z.-Spielplanänderung : Marina Zwetajewas „Phoenix“

Hanns Zischler, Schauspieler, Fotograf und Homme de lettres, empfiehlt das Casanova-Drama „Phoenix“. Eine exklusive Schwärmerei über den Zauber der Figuren und eine ideale Inszenierung des Stücks - in Erwartung der „Langen Nacht der vergessenen Stücke“.
Romantischer Revolutionär: Lord Byron auf einer Zeichnung von Henri Martin Tome

Theaterserie: Lord Byron : Wenn ich nicht ich bin

Seinetwegen warfen sich die Menschen von den Klippen: Lord Byron ist der Inbegriff des romantisch-revolutionären Künstlers. Sein Stück „Sardanapal“ gehört zurück auf den Spielplan unserer Theater! Ein Gastbeitrag

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  • Auf in den Kampf: Pablo Picasso bläst im August 1955 zum Marsch

    Theaterserie: Pablo Picasso : Taubenschwärme gegen Gewehrkugeln

    Das Stück „Wie man Wünsche beim Schwanz packt“ von Pablo Picasso ist „eine Dichtung wie ein Theater in einem Ohrring“. In ihm spiegelt sich der Geist einer nervenaufreibenden Zeit.
  • Michael Shannon und Audra McDonald in einer Broadway-Produktion von „Frankie and Johnny“ am 29. Mai 2019

    Theaterserie: Terrence McNally : Lässt sich das Glück erquasseln?

    Terrence McNallys „Frankie and Johnny“ ist eine Mischung aus romantischer Komödie und pathetischer Vergeblichkeitsparabel, wie geschaffen für eine Zeit allgemeiner Verunsicherung und Neuverhandlung von Geschlechterrollen.
  • Trotzki und Stalin beim Begräbnis von Felix Dscherschinski

    Theaterserie: Hermann Ungar : Israels leidvolles Antlitz

    Hermann Ungars Stück über die Russische Revolution, die Gründung der Roten Armee und Leo Trotzki ließ Joseph Goebbels schäumen. Grund genug, „Der rote General“ wieder auf die Bühne zu bringen.
  • Der dänische Schriftsteller Gustav Johannes Wied (1858-1914)

    Theaterserie: Gustav Wied : Unzüchtiges Satyrspiel

    Gewitzte Menschenliebe und unheilbarer Pessimismus: Gustav Wieds „2 x 2 = 5“ ist ein unbedingt wiederzuentdeckendes sarkastisches Lustspiel über einen #MeToo-fälligen Lehrer, lichtloser als jede Tragödie.
  • Konzentriert zwischen den Welten: Wolfgang Hildesheimer 1973 in Wolfsburg

    Theaterserie: Hildesheimer : Der Mann, der schlafen will

    Bekenntnis zum Theater des Absurden zwischen Beckett und Ionesco: Warum es sich lohnt, das Drama „Nachtstück“ von Wolfgang Hildesheimer wiederzuentdecken.
  • Jane Wyman und Rock Hudson in „Die wunderbare Macht“ (1954)

    Theaterserie „Der Stärkere“ : Gehören deine Gedanken ganz mir?

    Das Verhältnis zwischen Frau und Mann, Eifersucht und Leidenschaft: Dagny Jules’ „Der Stärkere“ wendet sich radikal gegen bürgerliche Konventionen und moralische Zugeständnisse – und ist nun auch auf Deutsch zu lesen.
  • Menage a trois: Lidia, ihr Mann Wassilkow und der Zyniker Glumow (gespielt von Elfriede Irrall, Jan Hendricks und Karl Heinz Kreienbaum) in einem DDR-Fernsehspiel von 1964.

    Theaterserie Ostrowski : Armut ist die größte Sünde

    Das vergessene Theaterstück „Tolles Geld“ von Alexander Ostrowski ist eine Wundertüte mit einer aufreizenden Heroine und einem trällernden Lustgreis. Höchste Zeit, es wieder auf einer deutschen Bühne zu spielen.
  • So könnte das in etwa aussehen: Szene aus einer Inszenierung an der Berliner Volksbühne von Lenz’ „Soldaten“

    Theaterserie: Lenz : In eurem Morast ersticke ich!

    In diesem Stück spiegelt sich der Wahnsinn auch unserer Welt: „Der neue Menoza oder Geschichte des cumbanischen Prinzen Tandi“ von Jakob Michael Reinhold Lenz.