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Auf Theresienwiese geplant : Silvesterkonzert von Rammstein in München abgesagt

  • Aktualisiert am

Rammstein-Frontsänger Till Lindemann (r) feuert während eines Konzerts in Düsseldorf am 18. Juni 2022 auf der Bühne einen Flammenwerfer ab. Bild: dpa

Mehr als 100.000 Menschen sollten die Rockband Rammstein an Silvester live in der bayerischen Landeshauptstadt sehen. Doch nun sind die Pläne überraschend geplatzt.

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          Ein Silvesterkonzert von Rammstein in München wird es nicht geben. Nach einem Gespräch mit der Stadt München am Vormittag habe der Veranstalter überraschend abgesagt, sagte ein Sprecher des Kreisverwaltungsreferats (KVR) am Dienstag. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet, unter anderem die Mediengruppe „Münchner Merkur tz“.

          Die Leutgeb Entertainment Group begründete die Entscheidung dem Sprecher zufolge mit dem hohen Zeitdruck, unter dem sie ein schlüssiges Sicherheitskonzept hätte ausarbeiten müssen. Das Mega-Event am 31. Dezember sollte 145.000 Zuschauer auf die Theresienwiese locken. Erst vor wenigen Tagen hatte der Stadtrat beschlossen, den Oktoberfestplatz dafür zur Verfügung zu stellen, gegen die Stimmen von Grünen, Linken und ÖDP.

          Rammstein-Konzert sollte Werbeeffekt für München bringen

          Die Befürworter hatten sich davon einen riesigen Werbeeffekt für München erhofft, hat Rammstein doch auch international eine riesige Fangemeinde. Kritiker verwiesen unter anderem auf die ohnehin starke Belastung von Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften in der Silvesternacht. Auch die An- und Abreise von mehr als 100.000 Menschen wäre eine Herausforderung gewesen. Auch die Münchner Kulturveranstalter sahen sich benachteiligt, wurde ihnen doch bislang versagt, große Konzerte auf der Theresienwiese zu veranstalten.

          Der österreichische Veranstalter hat Erfahrung mit Großereignissen. Anfang August waren 90.000 Menschen zum Open-Air-Konzert von Andreas Gabalier aufs Münchner Messegelände gekommen, in Kürze folgen Helene Fischer (20. August) und Robbie Williams (27. August).

          Bei Rammstein wäre die Situation aber noch mal eine andere gewesen, sagte der KVR-Sprecher. Anders als die Messe liege die Theresienwiese in der Innenstadt und es gebe viele Anwohner. Auch der Zeitpunkt spiele ein Rolle, so hätten die Veranstalter im Sicherheitskonzept etwa das Abschießen von Silvesterraketen berücksichtigen müssen.

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