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Salzburger Festspiele : Es geht darum, durch Kunst unser Leben zu lesen

  • -Aktualisiert am

Markus Hinterhäuser ist seit 2016 Intendant der Salzburger Festspiele. Die heurige Ausgabe beginnt am 20. Juli, am 21. Juli ist Hinterhäuser dort als Pianist zu erleben. Bild: dpa

Sein Publikum muss man nicht bewerten, aber man hat es immer von neuem zu verführen: Salzburg-Intendant Markus Hinterhäuser über den Sinn der Festspiele, seine Arbeit am Programm und die Freiheit der Besucher, aus dem Angebot zu wählen.

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          Ein Jahr vor dem 100. Jubiläum der Salzburger Festspiele im Jahr 2020 wurde Markus Hinterhäuser für weitere fünf Jahre in seinem Amt als Intendant bestätigt – bis 2026. Hinterhäuser, geboren 1958 im italienischen La Spezia, ausgebildet als Pianist, war unter der Ägide von Gérard Mortier Initiator des „Zeitfluss-Festivals“ der Festspiele, wurde 2007 deren Konzert-Direktor und leitete von 2014 bis 2016 die Wiener Festwochen. Die Festspiele sollen, so seine Utopie, „als Wissensvermittler und als Weltgedächtnis fungieren“. Wir trafen ihn vor Festspielbeginn in Salzburg.

          Zwei Jahre nach dem Weltenbrand des Ersten Weltkriegs wurden die Salzburger Festspiele gegründet. Sie sollten, so schrieb einer der Gründer, Hugo von Hofmannsthal, „eine Angelegenheit der europäischen Kultur sein und von eminenter politischer, wirtschaftlicher und sozialer Bedeutung“. Gehört diese Idee in die „Welt von gestern“, oder hat sie in einem politisch sich zunehmend spaltenden Europa eine Zukunft?

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