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Konzentriert: Yaron Deutsch mit E-Gitarre und  Dirigent Titus Engel  beim Auftaktkonzert.

Klangspuren Schwaz : Soll Musik jetzt etwa parteilich sein?

Verklausuliert hat Olaf Scholz kürzlich eine Nähe von Kunst, Staat und Partei gefordert. Das Festival „Klangspuren“ für neue Musik in Tirol kontert diese Zumutung auf kluge Weise. Musik ist hier ein Medium der Welt- und Selbstkenntnis.
Für seine schlanken Bruckner-Deutungen bekannt: Simon Rattle

Simon Rattle mit Bruckner : In sechs Sätzen

Simon Rattle hat mit dem London Symphony Orchestra in der Frankfurter Alten Oper verschiedene Fassungen von Anton Bruckners Sinfonie Nr. 4 Es-Dur zum Vergleich gestellt.
Sie brauchen eine große Bühne: Dirigent Leo Hussain (links) und Regisseur R. B. Schlather in der Oper Frankfurt

„L’Italiana in Londra“ : „Sehr dunkel, sehr humorvoll“

R. B. Schlather und Leo Hussain bringen Domenico Cimarosas selten gespieltes Intermezzo „L’Italiana in Londra“ an der Oper Frankfurt auf die Bühne: Ein Gespräch mit Regisseur und Dirigent über reizvolle Nebenhandlungen und Verdrängung durch Mozart.

Grüne Geschlechterpolitik : Ich bin dann mal Frau

Bei den Grünen darf jeder eine Frau sein, der sich selbst so sieht. Über die Konsequenzen redet man lieber nicht. Ein Fallbeispiel.

Contra Trigger-Warnungen : Die Helikopter-Uni

An der Universität Bonn sollen Studenten vor potentiell unangenehmen Seminarinhalten gewarnt werden. Doch Verletzt- oder Beleidigtsein ist noch kein Grund für die Flucht vor der Wirklichkeit.

Pro Trigger-Warnungen : Traumata sind real

Die Universität Bonn weist ihre Lehrkräfte darauf hin, wie sie Studenten mit potentiell traumatisierendem Lehrstoff konfrontieren sollen. Das ist sinnvoll und schützt Studenten mit seelischen Leidensgeschichten.

Briten kehren zu Pfund zurück : 0,45359237

Immer schon haben sich die Briten gegen den Euro gewehrt. Doch gegen das europäische Dezimalsystem konnten auch sie sich nicht durchsetzen. Bis jetzt endlich der Brexit ihnen die Chance gibt, den Einschränkungen Brüssels zu entgehen.

Dmitry Glukhovsky geehrt : Im Land der Lügner

Der russische Schriftsteller Dmitry Glukhovsky wurde vom Magazin GQ zum Autor des Jahres gekürt. Er findet, dass der Titel eher George Orwell und Gianni Rodari gebührt: In ihren Büchern werde Russlands Gegenwart geschildert.

Aufruf zu Nemi El-Hassan : Das ist keine Cancel Culture

Mehr als vierhundert Unterstützer aus Medien und Kultur fordern den WDR auf, Nemi El-Hassan als Moderatorin für die Sendung „Quarks“ zu engagieren. Sie wittern „rechte Hetze“. Das ist zu einfach.

Corona-Herbst : Party trotz Corona?

Wer meint, ohne Impfung durch den Corona-Herbst zu kommen, versäumt nicht nur sein Leben, sondern gibt sich auch einer gefährlichen Täuschung hin.

Appell von 103 Journalisten : Hilferuf aus Afghanistan

103 Journalistinnen und Journalisten aus Afghanistan richten an die internationale Gemeinschaft einen dramatischen Appell. Sie fordern, dass die Staaten die Taliban auf Menschenrechte verpflichten. Wird der Ruf in Deutschland gehört?
Nicht nur mit ihren Lieblingsrollen Aida, Arabella und Donna Anna begeisterte Anna Tomowa-Sintow. Heute wird sie achtzig Jahre alt.

Sopranistin Anna Tomowa-Sintow : Sängerin des Mondlichts

Aida, Arabella und Donna Anna waren ihre Lieblingspartien. Sie begeisterte den Dirigenten Herbert von Karajan und Kolleginnen wie Leonie Rysanek und Elisabeth Schwarzkopf: Die Sopranistin Anna Tomowa-Sintow wird achtzig Jahre alt.
Zwei Brüder im Ungeist: Florian Teichtmeister und Mehmet Ateşçi

Handke-Premiere in Wien : Darunter ein Spritzgewehr aus Plastik

Große Überraschung: Frank Castorf inszeniert „Zdeněk Adamec“ von Peter Handke am Burgtheater erstaunlich zugewandt und textempfindlich. Das hätte man von diesem Regieberserker nicht erwartet.

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  • Auf in den Kampf: Pablo Picasso bläst im August 1955 zum Marsch

    Theaterserie: Pablo Picasso : Taubenschwärme gegen Gewehrkugeln

    Das Stück „Wie man Wünsche beim Schwanz packt“ von Pablo Picasso ist „eine Dichtung wie ein Theater in einem Ohrring“. In ihm spiegelt sich der Geist einer nervenaufreibenden Zeit.
  • Was diese Frau so alles treibt: Linda (Claudia Hübbecker) verwirrt ihre Kollegen.

    „Linda“ in Düsseldorf : Der kleine Zeitunterschied

    Frauen müssen Präsenz zeigen, Männer können sich Zeit lassen: Die deutsche Erstaufführung von Penelope Skinners „Linda“ am Düsseldorfer Schauspielhaus vollzieht sich in melodramatischer Überdeterminiertheit, aber dank den Schauspielern ist man gepackt.
  • Anja Kampe als Katerina Ismailowa.

    Schostakowitsch in Frankfurt : Zisterne des Begehrens

    Dmitri Schostakowitsch zeigt in „Lady Macbeth von Mzensk“ eine Frau, die aus Langeweile und Sexgier drei Morde begeht. Anja Kampe macht an der Oper Frankfurt aus diesem Monster einen Menschen. Es wird für sie ein Triumph.