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Er war stets gelassen und souverän: Bernard Haitink

Zum Tod von Bernard Haitink : Charakterkopf am Pult

Er entsprach nicht dem Klischee eines Pultstars und war doch ein Dirigent, dem sich die Orchester anvertrauten und der in der Strenge auch Leidenschaft zeigte: Jetzt ist Bernard Haitink nach einer langen, großen Laufbahn gestorben.
Udo Zimmermann wurde 78 Jahre alt

Komponist Udo Zimmermann : Weltbürger aus Dresden

Ein Leben im Spagat: Udo Zimmermann hat als Komponist, Dirigent und Intendant von sich reden gemacht – und war zuletzt fast ein Jahrzehnt lang verstummt. Am Freitag ist er verstorben.

„Rechte“ Verlage : In der Verdachtsfalle

Jahr um Jahr wird von der Frankfurter Buchmessse gefordert, sogenannte rechte Verlage auszuschließen. Können Erkenntnisse des Verfassungsschutzes die Auseinandersetzung mit unliebsamen politischen Ideen ersetzen?

Wird Facebook umbenannt? : A und O

Unter politischem Druck und von einer neuen Silicon-Valley-Vision beflügelt, könnte der Facebook-Konzern seinen Namen ändern wollen. Eine Einordnung und ein Vorschlag.

Modellprojekt für Muezzine : Köln ruft Allah

Die Ankündigung der Stadt Köln, Muezzinrufe künftig zu erlauben, schreibt das Missverständnis fort, diese hörbaren Einladungen zum Gottesdienst seien verboten.

Baskischer Terrorismus : Worte über Taten

Halbe Entschuldigungen, halbe Empathie: Zehn Jahre nach dem Ende der ETA kommt es den Opfern auf den Wortlaut an. Für den Terror wird fast um Entschuldigung gebeten, aber eben nur fast.

Englische Innenarchitektur : Tapetenwechsel

Wann und wo auch immer englisches Fernsehen zurück ins viktorianische Zeitalter schaut - an den Wänden klebt immer die gleiche Tapete. Dahinter steckt ein Missverständnis. Wir klären es auf.

Terrasse des Humboldt-Forums : Die da oben, dem Himmel so nah

Es gibt einen Ort, an dem man vergessen kann, dass Berlin wieder ein Schloss hat: die Terrasse des Humboldt-Forums. Ihr Charme lässt Preußen-Idealisierung und architektonische Konzeptlosigkeit in weite Ferne rücken.

Neue Räume im Schloss Bellevue : Steinmeiers wahres Preußen

Frank-Walter Steinmeier hat vier Säle in seinem Amtssitz zur Erinnerung an die preußische Aufklärung umdekorieren lassen. Damit will der Bundespräsident daran erinnern, „was Preußen auch war und hätte sein können“. Das ist ihm beispielhaft gelungen.

Tier- und Naturrechte : Mutter Erde als Rechtsperson

Ökosysteme, Klima und Tiere benötigen umfassenden Schutz. Doch lässt sich die Natur nur retten, indem wir Tieren und Pflanzen Rechte verleihen? Die Forderung nach einem Klagerecht für die Natur hat einen blinden Fleck.

Deutscher Pianistenpreis : Der erste Heimsieg

Der Internationale Deutsche Pianistenpreis geht an Dmitry Ablogin. Der in Moskau geborene Künstler hat an der Frankfurter Musikhochschule studiert und lehrt dort inzwischen selbst. Der F.A.Z.-Publikumspreis geht an Jeung Beum Sohn.

Ballett „Memento“ : Werden und Gehen

Gleich zu Beginn etabliert Tim Plegges neues Ballett „Memento“ Motive, die sich durch das ganze Stück ziehen. Von Abschied und Erinnerung, Vergänglichkeit und Neuanfang handelt das Stück, das nun am Staatstheater Darmstadt uraufgeführt wurde.

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  • Dem Ärger Luft gemacht: eine „Ode“ an die Kunstfreiheit

    Thomas Melles „Ode“ in Berlin : Kunst ist keine Politik

    Am Deutschen Theater in Berlin wäscht Thomas Melle seinem Milieu den Kopf. In „Ode“ plädiert er mit aller Kraft für Kunstfreiheit und Querdenker – leider auf Kosten des Stückes selbst.
  • Da zeigt der Regisseur dem Dichter, wo es langgeht: Werner Düggelin erklärt Friedrich Dürrenmatt seine Regieidee bei einer Probe zu den „Wiedertäufern“ 1967 am Schauspielhaus Zürich.

    Werner Düggelin : Der Regisseur mit dem Gehör

    Paradiespförtner, Traumfänger, Figurenbeichtvater: Werner Düggelin ist der Grandseigneur der Feinheitstheaterkünstler. Mit nunmehr neunzig Jahren inszeniert er nach wie vor.
  • Oper „The Snow Queen“ in München : Barbara im Traumaland

    Die englischsprachige Erstaufführung von Hans Abrahamsens Oper „The Snow Queen“ in München lässt die Herzen der Zuschauer kalt. Dem Stück fehlt es an einem tieferen Motiv und gesellschaftlicher Relevanz.
  • Zombifizierung eines Theaterensembles: „Dies Irae“ in Wien

    Endzeit-Oper in Wien : Zunehmende Zombiefizierung

    Eine wahre Offenbarung: Den roten Faden sucht man in „Dies Irae“, einer Endzeit-Oper im Wiener Burgtheater, vergeblich. Dafür gibt es makabere Anspielungen, ein aufwendiges Bühnenbild und jede Menge Nebelschwaden.
  • Die zwei von der Diskurstankstelle: Milan Peschel (oben) und Martin Wuttke im neusten Pollesch-Abend in Berlin

    Theater in Berlin : Die Rückseite der Welt

    Diskursschleifchen für ein unsichtbares Theater: René Pollesch inszeniert sein neues Stück „(Life on earth can be sweet) Donna“ am Deutschen Theater Berlin. Das ist unterhaltsam auf hohem Niveau.
  • Die rockende Frauenband Gargar auf Tournee.

    Musik in Afrika : Keine Touristendisco

    In Deutschland liebt man kuschelige „Weltmusik“ aus Afrika. Dort allerdings schätzt man ganz andere Stile und Genres. Ein Besuch beim Kongress „Music in Africa“ in Ghana
  • Von Zynikern geschändet: Halka, großartig gesungen von Corinne Winters.

    „Halka“ in Wien : Am Rande des Wahnsinns

    Das Theater an der Wien zeigt die tragische Oper „Halka“ von Stanisław Moniuszko. Die Starbesetzung mit Piotr Beczała und Tomasz Konieczny leistet Großartiges.
  • Eine Lebendmaske von Ludwig van Beethoven, die Franz Klein 1812 vom Komponisten abnahm. Sie liegt in einer Vitrine in der Bundeskunsthalle Bonn.

    Beethovenausstellungen in Bonn : Strom im Kopf

    Doppelter Glücksfall: Eine gewaltige Ausstellung in der Bundeskunsthalle und die neue Dauerausstellung im Beethovenhaus Bonn bringen uns den Komponisten nahe, ohne ihn vom Sockel holen zu müssen.