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Juro Mětšk, 1954 bis 2022

Nachruf auf Juro Mětšk : In selbstbewusster Stille

Um politische Korrektheit und ästhetische Moden hat sich der Komponist Juro Mětšk nie geschert. Er führte schon in der DDR das Erbe Weberns und Schönbergs weiter und engagierte sich bis zuletzt für sein Volk der Sorben.
Glänzender Aufzug und Auftritt: Sebastian Krämer am Flügel in der Frankfurter Käs, begleitet am Cello von Victor Plumettaz

Sebastian Krämer in Frankfurt : Reisen mit deiner Tante

Sebastian Krämer stellt in Frankfurt sein neues Album vor. Der Berliner Liedermacher macht sich täuschend einfache Reime auf den Klimawandel und die ewige Produktivität der romantischen Liebe.

Englisches Kauderwelsch : Total of stigma

Heimito von Doderers Roman „Die Strudlhofstiege“ ist ins Englische gebracht worden. Dazu äußerten sich Daniel Kehlmann und der Übersetzer – und eine überforderte Software für Untertitel.

Russischer Irrsinn : Müll-Biennale

Sankt Petersburg versinkt neuerdings in Müll, weil die Stadtverwaltung unfähig ist, für seine Beseitigung zu sorgen – das wiederum inspirierte eine Künstlergruppe und die Rocklegende Sergej Schnurow.

Antisemitismus-Vorwürfe : Claudia Roth und die Documenta Fifteen

Der Vorstand der documenta forum Kassel e. V. veröffentlichte diese Woche ein Statement zu den Antisemitismus-Vorwürfen, die gegen die für Juni geplante Kunstschau erhoben wurden. Seine Positionierung überrascht.

Digitalgesetz der EU : Volltreffer, Pressefreiheit versenkt

Aus Brüssel ertönt großer Jubel: Mit dem „Digital Services Act“ will die EU die Netzkonzerne zügeln. Doch was geschieht? Es geht der Pressefreiheit an den Kragen.

Ökologie : Waldkampf

Die Debatte darum, wie dem Wald zu helfen ist, wird schärfer. Es wäre schon ein Fortschritt, sich einzugestehen: Gerade weiß das niemand so genau.

Boris Johnsons Krise : Rohes Sitzfleisch

Woher hat Boris Johnsons „Operation Red Meat“ ihren Namen? Ein Blick in die englische Dramengeschichte bringt Licht in die Sache.

Netz-Ratespiel „Wordle“ : Jeden Tag nur ein Wort

Das Spiel entstand als Geschenk eines Programmierers an seine Partnerin. Jetzt spielt es die halbe Welt. Warum sind alle einem simplen Ratespiel verfallen?

Politiker starren aufs Handy : Reden Sie, ich schaue weg

Auch eine Art Schwatzbude: Woher rührt die Unsitte, dass Politiker im Parlament demonstrativ auf ihr Handy schauen, wenn andere reden? Robert Habeck ist da ganz vorn.

Italiens Philosophen : Der Fall Agamben

Schräge Vergleiche, krude Corona-Thesen und ein neuer Thinktank, der den Ausnahmezustand abwenden will: Was ist bloß in Italiens Philosophen gefahren?

Robert Harris für Chamberlain : Streit um Versuch einer Ehrenrettung

Der Bestsellerautor Robert Harris will Neville Chamberlain rehabilitieren. Das trifft in Großbritannien auf heftigen Widerspruch. Die Verfilmung von „München“ facht die Diskussion an.
Die Ästhetik des Schocks beherrscht alles: Nach heftigen Folterungen durch die Schergen des Polizeipräsidenten Scarpia wird Mario Cavaradossi  (Jonathan ­Tetelman) einfach auf seine Geliebte Floria Tosca (Kristine Opolais) geworfen.

Puccinis „Tosca“ in Wien : Antichristbaumschmuck

Auf den Tenor Jonathan Tetelman als Cavaradossi sollte man Acht geben. Auch Marc Albrecht dirigiert Giacomo Puccinis „Tosca“ erfreulich unpathetisch. Aber was der Regisseur Martin Kušej am Theater an der Wien macht, bleibt ein Rätsel.
Warten auf Karten: Szene aus „Warten auf heute“ an der Oper Frankfurt mit Elizabeth Sutphen und Sebastian Geyer Foto Barbara AumüllerWarten auf Karten: Szene aus

Theater in Corona-Not : Premiere nur für Abonnenten

Die Kapazitätsbeschränkungen machen vielen Bühnen zu schaffen, Quarantäne kommt dazu. Nun heißt es: Vorfahrt für die treuesten Besucher in bestimmten Fällen.

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  • Das Neujahrskonzert mit dem Rias Kammerchor in Berlin

    Berliner Neujahrskonzert : Zorn und Zuversicht

    Justin Doyle und der RIAS-Kammerchor finden die richtige Tonlage für den Beginn eines nicht nur für die Musik komplizierten Jahres.
  • Was ist Geld denn schon? Nichts als bedrucktes Papier. An dessen Mangel oder Überfluss darf die Liebe doch nicht scheitern. Minna Wündrich ist Minna von Barnhelm in Düsseldorf, Wolfgang Michalek der Major Tellheim.

    Minna von Barnhelm : Sie sind noch nicht fertig

    Politik ist machtlos, wo Damen einander das Wort im Mund herumdrehen: Andreas Kriegenburg inszeniert Lessings „Minna von Barnhelm“ in Düsseldorf.
  • Gesänge der Renaissance : Marienlob und Flamenco

    Reines Vergnügen: Pedro Estevan und Fahmi Alqhai verlebendigen mit der „Accademia del piacere” Musik eines halben Jahrtausends, von katholischen Mariengesängen bis zu „deutlich sexuell orientierten Liedern“.
  • George Alexander Albrecht : Furtwänglers Sachwalter

    Er war einst Deutschlands jüngster Generalmusikdirektor und schrieb selbst ein „Requiem für Syrien“ und die Oper „Die Schneekönigin“. Jetzt ist George Alexander Albrecht mit 86 Jahren gestorben.
  • Will es schaffen: Merle Marie Zimmer in ihrer Berliner Tanzschule.

    Junge Ballerina : Einmal tanzen, immer tanzen

    Merle Marie Zimmer ist die erste Tänzerin, die mit einem Stipendium der Freunde des hessischen Staatsballetts und der Leifheit-Stiftung ihre Ausbildung macht. Jetzt lebt die junge Frau in Berlin ihren Traum: Oft müde, aber überglücklich.
  • Das Logo der documenta fifteen steht schon bereit am neuen Standort der bekannten Kunstausstellung.

    Die Kunst 2022 : Neue Museen und ein Konzertsaal für die Region

    Wenn die Pandemie keinen Strich durch die Rechnung macht, steht Rhein-Main 2022 ein pralles Kunstjahr bevor. Es wird gebaut, Stellen werden neu besetzt, Festivals gefeiert und auf Konzerten getanzt.
  • Anna Prohaska singt Wolfgang Rihms „Gebet der Hexe von Endor“ nach einem Text von Botho Strauß

    Rihm-Uraufführung in Berlin : Gebet einer Hexe

    Eigentlich wollten Wolfgang Rihm und Botho Strauß eine Oper zu König Saul schaffen. Entstanden ist die Solokantate „Gebet der Hexe von Endor“. Jetzt wurde sie in Berlin uraufgeführt.
  • Revue „Berlin Berlin“ : Die Nacht ist für die Sünde

    Schmissiger Tanz auf dem Vulkan: In der Revue „Berlin, Berlin“ dürfen die Zwanziger Jahre golden sein und nach Jazz und Schlager klingen. Im Januar kommt die Revue nach Frankfurt.
  • War’s das schon, oder kommt da noch was? Franziska Machens, Julia Windischbauer und Lisa Hrdina in Habachtstellung

    Kleist am Deutschen Theater : Diese Scherben bringen Unglück

    Da applaudiert auch die ehemalige Kanzlerin: Ulrich Matthes begeistert am Deutschen Theater Berlin als Dorfrichter Adam in Heinrich von Kleists „Der zerbrochne Krug“.
  • „Giuditta” in München : Stört Sie die Musik?

    Sehnsucht und Liebe im Schatten Mussolinis: Christoph Marthaler benutzt Franz Lehárs „Giuditta“ an der Staatsoper in München als Steinbruch für eine Collage. Das Ergebnis ist ebenso problematisch wie stimmig.
  • Cecilia Bartoli in Hamburg : Pflücke die Rose!

    Charme und Ernst, Konzentration und Gelöstheit verschmelzen in ihrem Gesang zu einem Kunstwerk eigener Art: Cecilia Bartoli verzauberte mit ihrem Kollegen Franco Fagioli das Publikum in der Elbphilharmonie.
  • Wie lange geht das noch gut? Die Kulturbranche steht aufgrund der pandemiebedingten Einschränkungen unter Druck.

    Corona und Kultur : Absagen, Ausfälle, Umbuchungen

    In Hessen gelten strengere Corona-Vorgaben. Zahlreiche Veranstalter mussten Vorstellungen absagen. Was die neuen verschärften Corona-Regeln für die Kultur in der Rhein-Main-Region bedeuten.