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Berliner Theater : René Pollesch wird Intendant der Volksbühne

  • Aktualisiert am

Er kennt das Theater, dessen Intendant er nun wird: René Pollesch. Bild: dpa

An der Berliner Volksbühne ging es zuletzt chaotisch zu, der umstrittene Intendant Chris Dercon blieb kaum ein Jahr. Jetzt hat Berlins Senat jemanden gefunden, der das Theater, das er übernimmt, gut kennt: René Pollesch.

          Der Theaterregisseur und Autor René Pollesch wird neuer Intendant der Berliner Volksbühne. Das kündigte Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linke) am Mittwoch in einer aktuelle anberaumten Pressekonferenz an. Pollesch wird die Leitung zur Saison 2021/22 übernehmen.

          Das Theater am Rosa-Luxemburg-Platz, das Pollesch künftig führt, hat turbulente Zeiten hinter sich. Ein Vierteljahrhundert hatte Regisseur Frank Castorf das Haus geleitet. Dann übernahm der belgische Kurator Chris Dercon das Haus - dem Museumsexperten schlug aber viel Protest aus der Berliner Kulturszene entgegen. Dercon gab den Posten im Frühjahr 2018 wieder auf, nach weniger als einem Jahr.

          Bis zum Sommer 2021 leitet nun der eigentlich als Geschäftsführer vorgesehene Klaus Dörr das Theater. Für die Zeit danach wird eine Leitung gesucht.

          Mit Pollesch kehrt ein alter Bekannter an die Volksbühne zurück. Der Sechsundfünfzigjährige arbeitete lange unter Castorf und leitete auch eine Nebenbühne der Volksbühne, den Prater. Pollesch arbeitete in Stuttgart, Hamburg, Wien und Frankfurt. In Berlin inszenierte er am Deutschen Theater zuletzt „Cry Baby“ mit Sophie Rois und „Black Maria“.

          Die Volksbühne mit dem Räuberrad vor dem Gebäude ist eines des wichtigsten Theater Berlins. Unter Castorf hatte das Theater bei einigen Anhängern Kultstatus, andere wünschten sich dagegen eine Erneuerung. Im September 2017 hatte ein Künstlerkollektiv mit dem Titel „Staub zu Glitzer“ das Haus mehrere Tage besetzt.

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