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Peymann zum Berliner Ensemble : „Dieses Haus wird leergeputzt“

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Ein Mann des Theaters: Claus Peymann posiert am Rande der Pressekonferenz kämpferisch für die Fotografen. Bild: dpa

Wenn Intendant Claus Peymann das Berliner Ensemble verlässt, müssen auch dreißig Mitarbeiter gehen. Er nennt das einen „kulturpolitischen Trümmerhaufen“ – und kritisiert Bürgermeister Michael Müller scharf.

          Wenige Tage vor der Berliner Abgeordnetenhauswahl hat der Theaterintendant Claus Peymann den Regierenden Bürgermeister und Kultursenator Michael Müller (SPD) scharf angegriffen. Er warf ihm am Mittwoch vor, zusammen mit seinem Staatssekretär Tim Renner einen „kulturpolitischen Trümmerhaufen“ angerichtet zu haben.

          Hintergrund ist die Entscheidung von Peymanns designiertem Nachfolger Oliver Reese, die Verträge vieler Schauspieler am Berliner Ensemble nicht mehr zu verlängern. „Dieses Haus wird leergeputzt. Es bleibt nichts mehr“, sagte Peymann und drohte Klagen von Betroffenen an. Müller stehe als Kultursenator zumindest in der Pflicht, für die sozialen Härtefälle zu sorgen. „Der Bürgermeister muss handeln. Das ist nicht nur eine kulturelle, das ist auch eine soziale Frage.“

          Nach Angaben von Peymann will sein Nachfolger Reese rund 70 Mitarbeiter nicht übernehmen, darunter etwa 35 Schauspieler. Die Kulturverwaltung betonte dagegen, in den technischen Abteilungen würden die Verträge fast ausnahmslos verlängert. Von den rund 70 Mitarbeitern im künstlerischen Bereich bekämen voraussichtlich rund 30 keinen neuen Vertrag.

          „Diese Größenordnung ist für einen Intendantenwechsel - insbesondere nach einem ungewöhnlich langen Zeitraum einer Vorgängerintendanz - in deutschen Stadttheatern absolut üblich“, so die Verwaltung. Peymann stand seit 1999 an der Spitze der einstigen Brecht-Bühne. Sein Nachfolger Reese löst ihn im Sommer 2017 ab.

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