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Pavarotti in der F.A.Z.-Kritik : „Schier unendlicher Atem“

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Vom Jungstar der Oper bis zum Meister für die Massen: Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat Luciano Pavarottis Werdegang jahrzehntelang begleitet und sein Wirken eingeordnet. Eine Auswahl von Kritikerstimmen.

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          Vom Jungstar der Oper bis zum Meister für die Massen: Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat Luciano Pavarottis Werdegang jahrzehntelang begleitet und sein Wirken eingeordnet. Eine Auswahl von Kritikerstimmen.

          „Luciano Pavarotti ist wohl einer der besten jugendlichen Tenöre des italienischen Fachs, und von ihm 'Una furtiva lagrima' zu hören würde allein den Abend lohnend machen.“
          Walter Strauss am 18. Mai 1974 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in seiner Besprechung von Donizettis „Liebestrank“ an der New Yorker Met

          „Die Ovationen gelten auch Luciano Pavarotti, dessen hell-schlanker Tenor die Mängel seiner Erscheinung vergessen macht, obwohl Farbe und Höhenglanz nicht ohne Makel sind.“
          H. H. Stuckenschmidt in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 31. März 1976 in seiner Kritik zu Bellinis „I Puritani“ an der New Yorker Met

          „An die Stelle des achtbaren Franco Bonisolli war, als Manrico, der überlegene Luciano Pavarotti getreten, dessen Belcanto uns nur mit dem Carusos, wie wir es von Platten her kennen, vergleichbar scheint. An Leibesfülle wohltuend reduziert, hat er nichts von seinem Schmelz und schier unendlichen Atem eingebüßt.“
          Hilde Spiel am 10. Mai 1977 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in ihrer Besprechung des „Troubadour“ an der Oper in Wien

          „Pavarotti gehört zu den überragenden Tenören der jüngsten drei Jahrzehnte. Fairness gebietet, hinter dem Sensationswust den fabelhaften Sänger hervortreten zu lassen. Brillanz und Schönheit des Materials sind schon in den frühen sechziger Jahren aufgefallen; hinzu kam eine Technik, die es ihm gestattete, mit unerhörter Elastizität Spitzentöne anzuspringen, auch weiträumig distinkt-elegant zu phrasieren, mit rhythmischer Verve Stimme und Musik voranzuteiben. Zudem hat er das Glück gehabt, mit Dirigenten zusammenzuarbeiten, die ihre Aufgabe erst nahmen, denen daran gelegen war, das phänomenale Talent weiterzuentwickeln.“
          Gerhard R. Koch am 12. Oktober 1995 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

          „Mit der Frage, ob Luciano Pavarotti der größte Tenor der letzten fünf Jahrzehnte war, läßt sich die Welt der Melomanen in zwei Lager spalten. Unbestreitbar aber und unbestritten ist, daß er der erfolgreichste war: ein singendes Erotikon und die perfekteste Geldmaschine im Geschäft mit der 'klassischen' Musik. Sein Erfolg beruhte auf der Materialmagie der Stimme und dem ungewöhnlichen musikalischen Instinkt, der Pavarotti zu einer bemerkenswerten Technik verhalf; ohne die wäre diese Karriere, die 45 Jahre dauerte, nicht möglich gewesen.“
          Jürgen Kesting am 9. Oktober 2005 in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung

          „1969 wurde er bereits als 'Primo Tenore' angepriesen. In der Stretta des Arnolde und in der des Manrico aus 'Il Trovatore' hielt er das von Rossini fürs Falsettone vorgesehene, von Verdi nicht komponierte, wohl aber gegenüber Enrico Tamberlick sanktionierte hohe C zwölf Sekunden lang. Auf Puristen wirkte er damit 'ein wenig halbstark'. Doch wer hört auf Puristen, wenn ein Tenor in stratosphärische Höhen aufsteigt? (…) Seine Kunst war erst betörende Verführungskunst, dann massensuggestive Gebrauchskunst.“
          Jürgen Kesting am 12
          . Oktober 2005 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

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