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Oper : Sopranistin Margaret Price gestorben

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Die Sopranistin Maragaret Price (1941 bis 2011) in einer Aufnahme aus dem Jahr 1996 Bild: picture-alliance / dpa

Sie war ein Weltstar der Oper in den siebziger und achtziger Jahren: Die britische Sopranistin Margaret Price ist im Alter von neunundsechzig Jahren in ihrer Heimat Wales gestorben.

          Die Star-Sopranistan Margaret Price ist tot. Sie sei im Alter von 69 Jahren in ihrem Haus in Wales einem Herzversagen erlegen, teilte ihre Agentur am heutigen Samstag mit. Margaret Price wurde mit ihren Mozart- undVerdi-Interpretationen am Royal Operal House in London weltberühmt. Sie sang an der Metropolitan Opera in New York, der Mailänder Scala und der Wiener Staatsoper. Ihr lyrischer Sopran war weltweit geschätzt.

          Ihr Repertoire-Umfang war relativ eng: Der Schwerpunkt lag auf den großen Partien der Opern Mozarts - wie die Donna Anna im „Don Giovanni“, die Contessa in „Figaros Hochzeit“, die Fiordiligi in „Così fan tutte“ und Pamina in der „Zauberflöte“. Bei Liederabenden pflegte sie vor allem das Werk von Franz Schubert, Felix Mendelssohn Bartholdy und Richard Strauss.

          Durchbruch mit der Rolle der Desdemona

          Debütiert hat Margaret Price 1962 in einer „Figaro“-Insenierung der Welsh Opera Company in Cardiff. Als sie 1963 kurzfristzig für die erkrankte Teresa Berganza am Londoner Covent Garden einsprang, nahm ihre Karreire Fahrt auf. Am Pult stand damals Georg Solti.

          Der Dirigent Otto Klemperer förderte die junge Küsntlerin. Einer ihrer wichtigsten Förderer wurde der Dirigent James Lockwood, der sie nicht nur zum Sprachenstudium anhielt und sie am Klavier bei Liederabenden begleitete: Er brachte schließlich dazu, vom Mezzo-Sporan ins italienische Fach als Sopranistin zu wechseln.

          Der internationale Durchbruch kam 1971 in Köln: In einer Mozart-Inszenierung des Regisseurs Jean-Pierre Ponnelle sang die Price die Donna Anna im „Don Giovanni“. Eine weltweite Konzertätigkeit mit Stationen in London, Paris, München, Mailand, Wien, New York und Zürich schloss sich an. 1985 feierte sie an der Seite von Placido Domingo an der Met Triumphe als Desdemona im „Othello“, es dirigierte James Levine.

          Rückkehr in die walisische Heimat

          Sie übersiedelte von Paris nach München, weil sie mit dem dortigen Publikum „die besseren Freunde habe“, wie sie in einem Interview erzählte. Die Bayerische Staatsoper in München wurde der am 13. April 1941 im englischen Blackwood geborenen Tochter einer musikalischen Familie zur zweiten Heimat. Die Bayerische Staatsregierung hatte ihr den Titel einer Kammersängerin verliehen. In ihrer britischen Heimat hatte Königin Elizabeth II. Margaret Price mit der Auszeichnung Dame of the British Empire geadelt.

          In ihrer wohl bekanntesten Platten-Einspielung ist sie als Isolde in Wagners „Tristan und Isolde“ unter Carlos Kleiber zu hören - eine Rolle, die sie auf der Bühne mit Rücksicht auf ihre Stimme nie spielte. 1999 beendete sie ihre Laufbahn, zog von München nach Wales und widmete sich fortan der Hundezucht.

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