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„Live Concert Experience“ : Mit „Game of Thrones“ zurück in die Alte Welt

  • -Aktualisiert am

Komponist Ramin Djawadi im Studio. Bild: Picture-Alliance

Seine Musik macht das ohnehin spannende „Game of Thrones“ noch nervenzerreißender. Nun geht der Duisburger Komponist Ramin Djawadi damit auf Tour.

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          Ramin Djawadis Studio in Santa Monica erinnert an eine Mischung aus Instrumentenausstellung und Theaterfundus. Vor den Backsteinwänden reihen sich elektrische Gitarren an akustische, in den Ecken stehen asiatische Zupfinstrumente neben alpenländischen Hackbrettern. Auf den Regalen sammeln sich mittelalterlich anmutende Tonbecher und in Messing gegossene Drachen. Gegenüber strahlt ein mannshoher goldener Gong aus dem Halbdunkel des Studios. „Er ist in der Musik für ,The Great Wall‘ zu hören, den Film mit Matt Damon“, sagt Djawadi. Der deutsch-iranische Filmkomponist, der seit fast 20 Jahren in Hollywood arbeitet, hat den Oscar-Preisträger musikalisch an der Chinesischen Mauer bei dessen Kampf gegen Monster begleitet, Wesley Snipes als Vampirjäger in „Blade: Trinity“ und Reese Witherspoon, Oprah Winfrey und Mindy Kaling in Ava DuVernays Romanverfilmung „Das Zeiträtsel“. Djawadis bekannteste Komposition ist aber die Musik zur Fernsehserie „Game of Thrones“.

          „Als David Benioff und D. B. Weiss mich vor sieben Jahren fragten, ob ich mit ihnen arbeiten wollte, habe ich erst gezögert. Dann schickten sie mir zwei Episoden, und es hat sofort geklickt. Mir fiel die Kinnlade herunter, weil die Serie einfach toll war“, erinnert sich der Dreiundvierzigjährige an die erste Begegnung mit den Produzenten. Die Begeisterung teilt Djawadi inzwischen mit Millionen Fans. Seit der amerikanische Kabelsender HBO im Frühjahr 2011 die erste Episode nach George R. R. Martins Romanvorlage „Das Lied von Eis und Feuer“ zeigte, zieht jede Folge der Serie bis zu 30 Millionen Zuschauer vor den Bildschirm. Die Academy of Television Arts & Sciences ehrte das Fernsehdrama mit fast 40 Emmys. Zudem stehen bei Benioff und Weiss Auszeichnungen wie Hugo, Peabody und der Preis der Producers Guild im Regal.

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