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Hygieneverordnung : Berliner Chöre dürfen wieder singen

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Jetzt dürfen sie auch wieder drinnen: Der Chor RiPiTiKi bei der Fête de la Musique im Juni. Bild: dpa

Neue Hygienestandards sollen es Berliner Chören erlauben, auch in geschlossenen Räumen wieder zu singen. Die neuen Hygieneregeln sollen kurzfristig erarbeitet werden.

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          Nach lautstarker Kritik hat der Berliner Senat den Chorgesang in geschlossenen Räumen wieder erlaubt. Der gemeinschaftliche Gesang sei wieder möglich, wenn die Hygiene- und Infektionsschutzstandards der Kulturverwaltung eingehalten würden, erklärte Senator Klaus Lederer (Linke) am Dienstag. Zuvor hatte der Senat eine entsprechende Änderung der Corona-Regelung auf Lederers Vorschlag hin beschlossen. Mit den Pandemie-Verordnungen vom 23. Juni hatte Berlin auch das Chorsingen verboten.

          Am Nachmittag hatte sich Lederer mit Vertretern des Berliner
          Chorverbands, des Landesmusikrats, der Kirchen und der Rundfunkchöre getroffen, um gemeinsam einen Weg für das gemeinschaftliche Singen wieder zu ermöglichen. Sie wollen die neuen Standards kurzfristig gemeinsam erarbeiten und abstimmen.

          Beim Gesang sei besondere Vorsicht nötig, da die Viren besonders durch Aerosole verbreitet würden, erklärte Lederer. In Fragen über den größtmöglichen Schutz und dem vertretbaren Risiko einer vorsichtigen Öffnung könne es zu unterschiedlichen Einschätzungen kommen, die nicht allen gefallen oder nicht mit allen abgestimmt werden. „Mit dieser Kritik muss ich umgehen – und aus ihr lernen“, erklärte der Senator. Umso wichtiger sei, dass man nun einen Weg gefunden habe, über Lösungen und neue Ideen zu beraten.

          Musikverbände und die evangelische Kirche hatten das Chorverbot als unverhältnismäßig kritisiert. Unter Wahrung von Hygienevorschriften sei der gemeinschaftliche Gesang in geschlossenen Räumen sehr wohl möglich, hieß es.

          Beim Singen können sogenannte Aerosole, also Gemische aus festen oder flüssigen Schwebeteilchen bis zu eineinhalb Meter nach vorne ausgestoßen werden. Dies haben Wissenschaftler der Universitätskliniken München und Erlangen in einer Versuchsreihe mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks (BR) entdeckt.

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