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Mülheimer Theatertage : Dramatiker des Jahres kommt aus Österreich

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Der österreichische Autor Thomas Köck ist zum zweiten Mal in Folge „Dramatiker des Jahres“ der Mülheimer Theatertage. Bild: dpa

Lange beriet die Jury, dann einigte sie sich auf den Preisträger des vergangenen Jahres: Thomas Köck erhält die Auszeichnung der Mülheimer Theatertage.

          Zum zweiten Mal in Folge ist der österreichische Autor Thomas Köck mit dem Dramatiker-Preis bei den Mülheimer Theatertagen ausgezeichnet worden. Mehr als zwei Stunden diskutierten fünf Experten öffentlich darüber, wer die deutschsprachige Theaterlandschaft in der letzten Zeit am meisten beeindruckt habe. Köcks Stück „atlas“ in der Inszenierung des Schauspiels Leipzig kristallisierte sich dabei schnell als großer Favorit heraus.

          Am Ende konnte der 33 Jahre alte Österreicher den mit 15.000 Euro dotierten Preis mit nach Hause nehmen. 2018 hatte Köck für sein Stück „paradies spielen (abendland. ein abgesang)“ den Preis bereits gewonnen. Köck setzte sich in diesem Jahr unter anderem gegen Elfriede Jelinek mit „Schnee Weiß (Die Erfindung der alten Leier)“ und Enis Maci mit „Mitwisser“ durch.

          Posttraumatische Erzählung

          Die Jury lobte in Mülheim die von Köck „kunstvoll verwobenen Handlungs- und Zeitfäden“. Bei der „posttraumatischen Erzählung handelt es sich um eine Geschichte, die man nicht vergisst“, urteilte das Gremium. Ohne moralischen Zeigefinger werde das Thema Migration angesprochen.

          Zuvor war schon Kristo Šagor für sein Stück „Ich lieb dich“ in der Inszenierung der Schauburg München (Regie: Ulrike Günther) mit dem Mülheimer KinderStückePreis 2019 ausgezeichnet worden.

          Veranstalter des Festivals, das zum 44. Mal stattfand, sind die Stadt Mülheim und das Kulturministerium des Landes Nordrhein-Westfalen. Der Dramatikerpreis gilt als eine der wichtigsten Auszeichnungen für Theaterautoren. Er wird seit 1976 jährlich verliehen.

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