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F.A.Z.-Veranstaltung : Lange Nacht der vergessenen Stücke

  • -Aktualisiert am

Am 18.4. 2020 ist die F.A.Z zu Gast in der Berliner Volksbühne Bild: dpa

Die Probe aufs Exempel: Am 18. April 2020 veranstaltet die F.A.Z. eine „Lange Nacht der vergessenen Stücke“ an der Berliner Volksbühne mit Bühnenstars wie Klaus Maria Brandauer, Burghart Klaußner und Dörte Lyssewski.

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          Mit Byrons „Sardanapal“, vorgestellt von Fabian Hinrichs, endet unsere Serie „Spielplan-Änderung“. Seit ihrem Beginn im Januar sind mehr als vierzig Beiträge erschienen, die vergessene oder noch gar nicht entdeckte Theaterstücke aus fünf unterschiedlichen Jahrhunderten vorgestellt haben. Das Ergebnis ist der Entwurf eines Spielplans jenseits des konventionellen Kanons, der Lust macht auf ein ausgefallenes literarisches Theater.

          Ein Theater, das sich aus den verschiedensten Sprachräumen, Ideengeschichten und Wertperspektiven speist, das sich durch ästhetische und politische Traditionen anregen lässt und der wissenschaftlichen Musealisierung der Texte durch die spielerische Aneignung auf der Bühne entgegentritt. Ein Theater, das sich durch Gedankenvielfalt auszeichnet und durch unterschiedliche Seelenlandschaften streift, das leidenschaftlich nach Schätzen sucht und ihren Wert mit Blick auf die Gegenwart kritisch überprüft. Unter dem Titel „Spielplan-Änderung“ erscheint im März 2020 eine Anthologie beim Tropen Verlag, die eine Vielzahl der Beiträge in erweiterter Form jeweils mit ausgewählten Szenenausschnitten versammelt. Darüber hinaus soll eine wirkliche Probe aufs Exempel stattfinden. Denn was als Theatertext theoretisch attraktiv erscheint, muss sich auch und vor allem praktisch auf der Bühne beweisen. Erst, wenn ein Text spielerisch gesprochen und inszenatorisch untersucht wird, stellt sich heraus, ob er wirklich noch etwas gilt.

          Deshalb veranstaltet die F.A.Z. mit freundlicher Unterstützung der Heinz und Heide Dürr Stiftung und des Tropen Verlags am 18.April 2020 eine „Lange Nacht der vergessenen Stücke“ an der Berliner Volksbühne, bei der eine Auswahl der in diesem Feuilleton empfohlenen Stücke in unterschiedlicher Form präsentiert wird. Mit einer Mischung aus Performances, szenischen Lesungen, Tanz- und Videokunst, Konzerten und Podiumsdiskussionen soll eine Theaternacht lang ausgewertet und gefeiert werden, was an Vorschlägen für eine „Spielplan-Änderung“ eingegangen ist. Ein generationenübergreifendes Ensemble aus Schauspiel, Regie, Choreographie, Musik, Bühnenbild, Journalismus und Wissenschaft präsentiert zwölf Stunden lang Dramatik aus fünf Jahrhunderten.

          Kartenwünsche schon jetzt

          Es geht um die Wiederentdeckung verlorengegangener Geschichten, ausgeschlossener Figuren und vernachlässigter Traditionen. Um die Frage nach der Eigenart der dramatischen Gattung. Mit dabei sind unter anderen Klaus Maria Brandauer, Dörte Lyssewski, Axel Milberg, Corinna Kirchhoff, Burghart Klaußner, Stefanie Reinsperger, Christian Friedel, Thomas Oberender, Lisa Hrdina, Hanns Zischler und viele mehr. Der Vorverkauf an der Volksbühne für die Berliner „Lange Nacht der vergessenen Stücke“ beginnt ab Januar, Kartenwünsche können schon jetzt an feuilleton@faz.de geschickt werden. Wiederaufnahmen des Formats sind am Salzburger Landestheater und am Theater Bern geplant.

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