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Daniel Barenboims Führungsstil : Angstfrei spielen

Ein Alleinherrscher? Daniel Barenboim Bild: AFP

Ehemalige Mitglieder der Staatskapelle Berlin werfen dem Dirigenten Daniel Barenboim vor, die Zerrüttung der physischen und psychischen Gesundheit seiner Musiker in Kauf zu nehmen. Aber geht es wirklich um ihn – oder um das System?

          Erniedrigt, gedemütigt, beleidigt, persönlich vorgeführt – und zwar mehrere Male – habe Daniel Barenboim einzelne Musiker der Staatskapelle Berlin und Mitarbeiter der Staatsoper Unter den Linden, deren Generalmusikdirektor er seit 1992 ist. So stand es Anfang Februar zu lesen im Online-Magazin „VAN“, und obwohl der Beitrag unter der Überschrift „Der Poltergeist“ schon sehr auf den Berliner Dirigenten und Pianisten zugespitzt war, wollte er eigentlich etwas anderes: Strukturen beschreiben, unter denen „ein Klima der Angst“ entstehen kann, weil die betroffenen Mitarbeiter die Konflikte nicht über die rechtlich und institutionell vorgesehenen Wege lösen können. Sie fühlten sich durch den Orchestervorstand und den Personalrat nicht hinreichend geschützt oder haben diesen Schutz gar nicht gesucht.

          Jan Brachmann

          Redakteur im Feuilleton.

          Das kommt nicht nur an der Berliner Staatsoper vor. Der Fall des Generalmusikdirektors Evan Alexis Christ, der das Staatstheater Cottbus verlassen musste, weil er Mitarbeiter erniedrigt und psychisch gequält hatte, wurde auch erst publik, nachdem ein Klavierkorrepetitor unter Bruch seiner Verschwiegensheitspflicht damit an die Öffentlichkeit gegangen war und am Ende die gesamte Führung des Theaters zum Rücktritt zwang.

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