https://www.faz.net/-gqz-a0b9h

Jonas Kaufmann als Otello : Die Jagd nach der nächsten Trophäe?

  • -Aktualisiert am

Jonas Kaufmann Bild: Gregor Hohenberg/Sony Music Ente

Wie soll man Giuseppe Verdis „Otello“ singen? In der Neuaufnahme stellt sich Jonas Kaufmann der Partie und stößt an stimmliche Grenzen.

          5 Min.

          Wenn das dramatische Singen nicht neu gedacht wird, hat das zentrale Opernrepertoire – und insbesondere die Opern von Verdi – im 21. Jahrhundert kaum noch Überlebenschancen. Wie stellt sich die neue Aufnahme des „Otello“ unter Antonio Pappano mit Jonas Kaufmann in der Titelpartie diesem Problem? Widerlegt sie das leidige Wort von der Krise?

          Die letzten Studio-Aufnahmen der Hauptwerke von Giuseppe Verdi liegen zwei, oft drei Jahrzehnte zurück. Ein Grund könnte sein, dass den Plattenfirmen das Geld ausgegangen ist, der andere, dass ihnen Soprane, Tenöre und Baritone mit groß dimensionierten Stimmen nicht länger zur Verfügung stehen. Die einzige Ausnahme ist der zum „Tenorissimo“ avancierte Jonas Kaufmann. Unter Leitung von Antonio Pappano hat er nach seinem imponierend gesungenen Radamès in „Aida“ (2015) nun auch die Partie des Otello aufgenommen (jetzt neu erschienen bei Sony Classical). Als er 2017 an der Londoner Covent Garden Opera in dieser stimmlich hybriden Rolle debütierte, wurde er den hysterisch geschürten Erwartungen nicht ganz gerecht.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Bei Immobiliengeschenken heißt es: Steuerfragen umfassend prüfen.

          Der Steuertipp : Die Nießbrauch-Falle

          Der Nießbrauch wird bei Immobilienschenkungen gern gewählt, um das Nutzungsrecht zu behalten. Dabei sollte man nie die Einkommensteuer übersehen.

          G 7 in Cornwall : Brexit-Störgeräusche für Johnson

          Eigentlich sollte es beim G-7-Gipfel vor allem um Corona und die Herausforderung durch China und Russland gehen. Doch immer wieder muss sich Gastgeber Boris Johnson auch mit dem Streit mit der EU auseinandersetzen.