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Fragen eines Jungwagnerianers : Reden wir über Richard Wagner

  • -Aktualisiert am

So weit vom „Ring“ ist das Computerspiel „God of War“ gar nicht entfernt. Dieser Lindwurm erwartet gerade seinen Siegfried. Bild: Sony Computer Entertainment

Was sagen die Musik und Theater des großen Richard Wagner der Generation unter dreißig? Sollte man Begeisterung dafür nicht auf neue Weise wecken? Fragen eines Jungwagnerianers.

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          Jetzt, da zum ersten Mal seit langer Zeit keine Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth stattfinden, gibt es Muße nachzudenken über eine ketzerische Frage: Ist dieser Wagner überhaupt noch zeitgemäß? Und wenn ja: Wie kann man mehr junge Menschen für Wagner begeistern?

          Ein Stadttheater in Rheinland-Pfalz: vor elf Jahren, ich bin siebzehn. Auf dem Spielplan steht „Die Walküre“, und mein Vater fragt, ob ich mitkommen will. Ich kenne diesen Richard Wagner nicht, bin aber neugierig, mir das einmal anzuhören. Wir gehen gemeinsam hin – und dann kommt für mich die Überraschung: So einen Orchester-Sound habe ich bis dato noch nie gehört. Mir sträuben sich die Haare, ich bekomme Gänsehaut. Eins führt zum anderen, die „Walküre“ zum „Rheingold“, das „Rheingold“ zum „Lohengrin“, und ehe ich mich versehe, höre ich nicht nur das Vorspiel zu „Die Meistersinger von Nürnberg“ rauf und runter – nein, ich bezeichne mich sogar selbst als „Wagnerianer“.

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